SFV zieht Unterstützung für Gianni Infantino zurück
Der SFV unterstützt Gianni Infantino nicht mehr als Fifa-Boss. Dieser Entscheid folge auf eine umfassende Neubewertung der Entwicklungen.
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Das Wichtigste in Kürze
- Der Schweizerische Fussballverband zieht die Unterstützung für Gianni Infantino zurück.
- Der Walliser will für die Wiederwahl als Fifa-Präsident kandidieren.
Der umstrittene Gianni Infantino kandidiert für eine erneute Amtszeit als Fifa-Präsident. Doch aus der Heimat gibt es keinen Support für den Walliser: Der SFV zieht die Unterstützung für Infantino zurück.

«Der Entscheid folgt auf eine umfassende Neubewertung der Entwicklungen der vergangenen Monate», schreibt der SFV in einem Communiqué. «Aus Sicht des SFV werfen verschiedene Vorgänge grundlegende Fragen zu Führung, Governance, Transparenz und Entscheidungsprozessen innerhalb der Fifa auf.»
Der Verband schreibt weiter: «Für den SFV sind Glaubwürdigkeit, Transparenz, Rechenschaftspflicht sowie der wirksame Einbezug der statutarisch zuständigen Organe unverzichtbare Voraussetzungen für das Vertrauen in die Führung des internationalen Fussballs und die Integrität der Fifa.»
Aufgrund der Entwicklungen seit Juni 2026 und der weiterhin offenen Fragen sieht der Zentralvorstand des SFV diese Grundlage heute nicht mehr als erfüllt an.
SFV-Boss Knäbel: «Erwarten von Fifa-Führung höchste Standards»
«Der SFV erwartet von der Führung der Fifa höchste Standards in Bezug auf Transparenz, Nachvollziehbarkeit und institutionelle Verantwortung», sagt SFV-Präsident Peter Knäbel.
«Die im Schreiben vom 21. September von der Fifa angekündigten Schritte sind zwar ein wichtiges Signal und können zu Verbesserungen beitragen. Gleichzeitig bleiben zentrale Fragen zu den Hintergründen, Verantwortlichkeiten und Entscheidungsprozessen offen.»

Da diese nicht überzeugend geklärt seien, könne der SFV eine weitere Unterstützung der Kandidatur von Gianni Infantino nicht verantworten.
Der Schweizerische Fussballverband betont aber: Der Entscheid bedeute keine Abkehr von der konstruktiven Zusammenarbeit innerhalb der Fifa und der intenationalen Fussballgemeinschaft.
«Als Verband im Land der Sitze von Fifa und Uefa ist sich der SFV seiner besonderen Verantwortung bewusst», so der SFV weiter. «Und wird sich auch künftig für Transparenz, glaubwürdige und verlässliche Strukturen, regelbasierte Entscheidungsprozesse sowie die Stärkung eines geeinten und integren internationalen Fussballs einsetzen.»












