Servette – Sohn fragt Mall: «Papi, wieso bist du nur auf der Bank?»

Ronny Reisch
Ronny Reisch

Genève,

Joël Mall hat seinen Stammplatz im Tor von Servette verloren. Er will «Verantwortung übernehmen und die Situation annehmen», um seinem Sohn ein Vorbild zu sein.

Joël Mall Servette
Joël Mall musste zuletzt mehrfach nur zuschauen. Das wirft bei seinem Sohn Fragen auf. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Joël Mall musste seinen Status als Goalie Nummer 1 zuletzt wieder an Jérémy Frick abgeben.
  • Sein Sohn frage ihn: «Papi, wieso bist du nur noch auf der Bank?»
  • Der 34-Jährige will Verantwortung übernehmen und als gutes Vorbild vorangehen.

Im Sommer 2023 ist Joël Mall aus Zypern in die Schweiz zurückgekehrt. Der Aargauer unterschrieb bei Servette – obwohl dort mit Jérémy Frick der Captain im Tor stand. Doch Mall überzeugte und war in der Super League lange Stammgoalie – bis jetzt.

Wer ist aus deiner Sicht der bessere Goalie?

Nach der letzten Länderspielpause hat Jocelyn Gourvennec bei Servette rotiert: Captain Jérémy Frick ist derzeit wieder die Nummer 1. Auf LinkedIn gibt der zum Ersatzgoalie degradierte Mall nun einen Einblick in seine Gefühlswelt.

Mall: «Jeder Vater will für sein Kind der Beste sein»

Fussball sei ihm extrem wichtig, aber: «Sich an Spielen ohne Gegentor oder Resultaten zu messen, macht wenig Sinn.» Vielmehr schaue er auf die tägliche Arbeit. Das sei der Bereich, der in seiner Kontrolle liege.

Joel Mall
Im Cupfinal 2024 wurde Joël Mall im Penaltyschiessen zum Helden für Servette. - Keystone

Allerdings verstehe sein Sohn mittlerweile mehr von Fussball und frage: «Papi, wieso bist du nur noch auf der Bank?» Das sei für das Ego natürlich nicht leicht. «Jeder Vater möchte für sein Kind irgendwie der Beste sein», schreibt Mall.

«Will zeigen, dass ich Verantwortung übernehme»

Es wäre leicht, in so einer Situation anderen die Schuld zu geben, findet der 34-Jährige. «Aber das wäre nicht das, was ich meinem Sohn mitgeben möchte. Ich will ihm zeigen, dass ich Verantwortung übernehme und die Situation annehme.»

Joël Mall
Joël Mall und Konkurrent Jérémy Frick kämpfen um den Platz im Servette-Tor. - Keystone

Die Lektion für seinen Sohn lautet: «Im Leben hat man immer die Wahl, wie man auf eine Situation reagiert. Ich erkläre ihm, dass ich alles, was in meiner Macht steht, unternehme, um die Situation wieder zu ändern.»

Mit «Positivität, Demut und harter Arbeit» will der Nationalgoalie Zyperns ein Vorbild sein. Ob sich Papa Mall mit dieser Einstellung seinen Stammplatz bei Servette zurückholen kann?

Kommentare

User #6108 (nicht angemeldet)

Das ist wieder ein Spinner Beitrag. Die Trainer haben die Verantwortung und stellen die Mannschaften auf, auch in Genf.

_b

nichts besonderes in der tat ... in der schweiz sind viele auf der bank...

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