Genfer Behörden schliessen nach Pyro-Aktionen Servette-Fantribüne
Im Stade de Genève bleibt am Samstag beim Fussballspiel zwischen Servette Genf und dem FC Zürich die Fantribüne der Servette-Anhänger geschlossen.

Im Spiel gegen den FC Sitten am vergangenen Samstag waren «koordiniert und massiv» pyrotechnische Gegenstände gezündet worden, wie der Genfer Staatsrat am Dienstag in einer Mitteilung schrieb. Dies trotz der Massnahmen, die nach Ausschreitungen und insbesondere dem Einsatz pyrotechnischer Gegenstände am Bahnhof Lausanne am 15. Februar ergriffen worden waren.
Für die Genfer Behörden handelt es sich um einen Verstoss gegen die Sicherheitsvorschriften, die Bedingungen für die Spielgenehmigung und eine offene Missachtung der Behörden.
Neben der Schliessung der Tribüne Nord haben die Kantonspolizei und Genfs Departement für Institutionen und Digitales (DIN) beschlossen, den Ticketverkauf sofort und gleichzeitig einzustellen, um zu verhindern, dass die Fans in andere Bereiche des Stadions ausweichen. Sie verbieten auch koordinierte Fanaktionen im und um das Stadion.
Nach den Vorfällen Mitte Februar in Lausanne war gegen den Servette FC für zwei Spiele bereits eine Massnahme der Stufe 2 des «Progresso»-Modells verhängt worden. Gemeint sind systematische Abtastungen und verstärkte Videoüberwachung. Diese Massnahmen bleiben in Kraft. Am vergangenen Wochenende wurde Stufe 3 des Massnahmenplans aktiviert.
Im Falle weiterer Ausschreitungen sieht das Kaskadenmodell auf Stufe 4 Massnahmen vor, die bis zu einem Spiel hinter verschlossenen Türen reichen können. Auf individueller Ebene wird jeder Verstoss strafrechtlich verfolgt und mit angemessenen Sanktionen geahndet, heisst es in der Mitteilung des Genfer Staatsrats weiter.














