Nach WM 2026: Droht ältester Nati aller Zeiten ein Umbruch?
Die Schweizer Nati spielt eine historisch starke WM 2026 – mit dem ältesten Team aller Zeiten. Nun stellt sich die Frage: Wie lange sind Xhaka & Co. noch dabei?

Das Wichtigste in Kürze
- Die Startelf der Schweizer Nati an der WM 2026 ist im Schnitt über 30 Jahre alt.
- Remo Freuler (34) und Granit Xhaka (33) sind die laufstärksten Spieler des Turniers.
- Beide wollen in der Nati weitermachen – aber wie lange noch?
- Nationaltrainer Murat Yakin will schon vorzeitig «die Jungen integrieren».
Die Bilanz ist aussergewöhnlich: Seit 2014 war die Schweizer Nati nicht nur an jedem grossen Turnier dabei – sondern erreichte auch immer die K.o.-Runde. An den letzten beiden Europameisterschaften und an der WM 2026 ist der erste Halbfinal ganz nah.
Nati an WM 2026 so alt wie noch nie
Dabei zahlt sich auch die Erfahrung der Nati-Spieler aus. Bei der erfolgreichsten WM aller Zeiten steht nämlich auch die älteste Nati aller Zeiten auf dem Platz. Mit einem Durchschnittsalter von 30,3 Jahren wird der Nati-Altersrekord gebrochen.

Doch das wirft die Frage auf: Wie lange bleibt dieses Team noch so zusammen? Captain Granit Xhaka und Abwehr-Dauerläufer Ricardo Rodriguez sind 33 Jahre alt. Xhakas Mittelfeldpartner Remo Freuler ist sogar schon 34.
Freuler und Xhaka denken nicht ans Aufhören
An der WM 2026 haben Freuler und Xhaka bis zum Ende der Viertelfinal-Spiele die grösste Distanz aller Spieler zurückgelegt. Ob das auch bei der EM in zwei Jahren noch möglich ist?

Remo Freuler, der im Sommer auch noch einen neuen Club sucht, denkt nicht an einen Nati-Abschied. Gegenüber SRF sagt er: «Wir haben noch einiges vor. Deshalb geht es noch weiter.» Nur: Bei der nächsten EM ist er 36 Jahre alt, bei der nächsten WM 38...
Die bisher ältesten eingesetzten Feldspieler der Nati an einer Europameisterschaft waren Marcel Koller und Alain Geiger an der EM 1996. Beide waren zu diesem Zeitpunkt 35 Jahre und sieben Monate alt. Freuler, Rodriguez und Xhaka wären 2028 allesamt älter.

Granit Xhaka verweist nach dem Spiel gegen Argentinien auf Lionel Messi: «Wenn jemand mit 39 noch die WM spielen kann, können wir das auch. Lass uns sehen, was passiert.»
Yakin: «Wichtig, die Jungen zu integrieren»
Gut möglich aber, dass Murat Yakin bei den Nations-League-Spielen im September einige junge Spieler testet. Der Nati-Trainer sagt an der Pressekonferenz nämlich: «Es ist wichtig, dass die Jungen nicht erst integriert werden, wenn jemand aufhört.»

Positiv aus Schweizer Sicht: Mit Johan Manzambi ist der beste WM-Scorer (zwei Tore, drei Vorlagen) erst 20 Jahre alt. Auch Luca Jaquez (22), Ardon Jashari (23) und Fabian Rieder (24) kamen an der WM 2026 bereits zum Einsatz.
















