WM 2026: Spaniens Ex-Premier sorgt für Rassismus-Eklat
Am Dienstag (21 Uhr Schweizer Zeit) kommt es an der WM 2026 zum Halbfinal-Kracher zwischen Spanien und Frankreich. Im Vorfeld kommt es zu einem Eklat.

Das Wichtigste in Kürze
- Spaniens Ex-Premierminister Mariano Rajoy sorgt für einen rassistischen Eklat.
- Er bezeichnet das französische Team als ein «Kader ohne Franzosen».
- Dafür wird er auch in der Heimat kritisiert.
Am Dienstag steigt an der WM 2026 der erste Halbfinal – und was für einer: Für viele Fans ist die Partie zwischen Frankreich und Spanien der vorgezogene Final.
Vor dem Knüller sorgt der ehemalige spanische Ministerpräsident für einen Eklat: Mariano Rajoy von der konservativen Volkspartei macht mit einem rassistischen Statement Schlagzeilen.
«Frankreich verfügt über einen Kader von höchstem Niveau. Allerdings ohne Franzosen», sagt Rajoy dem Onlinemedium «El Debate». Das sorgt für viel Empörung.

Der aktuelle spanische Regierungschef Pedro Sanchez schreibt bei «X»: «Es gibt Menschen, die Zugehörigkeit immer noch am Nachnamen, am Geburtsort oder an der Hautfarbe messen.»
«Andere messen sie an der Verbundenheit mit einem Land und dem Willen, zu ihm beizutragen», so Sanchez weiter. «Spanien gehört denen, die es lieben und mit Leben erfüllen. Nicht denen, die es mit fremdenfeindlichen Äusserungen in Verruf bringen.»

Auch auf Seiten der Franzosen gibt es empörte Meldungen zu Rajoys Äusserung: «Alle Spieler der französischen Nationalmannschaft sind Franzosen», so die französische Botschaft in Madrid. «Von den 26 Spielern sind 23 in Frankreich geboren. Die drei, die im Ausland geboren wurden, sind ebenfalls Franzosen.»

Naima Moutchou, die französische Ministerin für Überseegebiete, ruft den französischen Verband dazu auf, sich juristisch zu wehren.
Das Duell der beiden Titel-Favoriten steigt am Dienstag in Dallas. Anpfiff ist um 21 Uhr Schweizer Zeit.
















