WM 2026 ohne Italien: Verbands-Präsident tritt ab – auch Buffon geht
Italien hat die Qualifikation für die WM 2026 verpasst – zum dritten Mal in Folge. Das hat Konsequenzen im Verband: Präsident Gabriele Gravina tritt zurück.

Die erneute Blamage von Italien in der Qualifikation für die WM 2026 hat Konsequenzen: Verbands-Präsident Gabriele Gravina hat sein Amt als Chef der FIGC mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Auch Nationalteam-Sportchef Gianluigi Buffon tritt zurück.
Italien verlor das entscheidende Playoff-Spiel gegen Bosnien-Herzegowina mit 1:4 nach Penaltyschiessen. Damit verpasste die Squadra Azzurra bereits zum dritten Mal in Folge eine WM-Endrunde. Auch 2018 und 2022 war der vierfache Weltmeister jeweils nur Zuschauer.

Nach dem erneuten Quali-Debakel war Gravina öffentlich unter Druck geraten. Sogar Ministerpräsidentin Giorgia Melonis Regierung drängte ihn zum Rücktritt.
Auch Italien-Legende Buffon räumt seinen Posten
Sportminister Andrea Abodi sprach sich klar für eine Demission des seit 2018 amtierenden Verbandschefs aus. «Es ist offenkundig, dass der italienische Fussball neu aufgebaut werden muss. Dieser Prozess muss mit einer Erneuerung der Verbandsspitze beginnen», sagte Abodi laut Medienberichten.

Dieser Neuaufbau wird auch andere Positionen im Verband betreffen: Auch Sportchef Gianluigi Buffon erklärte seinen Rücktritt. Der Weltmeister-Torhüter von 2006 teilte dies in einem emotionalen Instagram-Post mit. Buffon kommunizierte seine Demission nach eigenen Angaben bereits eine Minute nach Abpfiff in Bosnien intern.
Zukunft von Trainer Gattuso noch offen
Die Nachfolge im Präsidentenamt soll laut Verbandsmitteilung am 22. Juni geregelt werden. Als aussichtsreicher Kandidat für Gravinas Nachfolge gilt der frühere Präsident des nationalen Olympischen Komitees, Giovanni Malagò.

Offen bleibt, ob Nationaltrainer Gennaro Gattuso weitermachen darf. Als mögliche Nachfolger werden Antonio Conte von Napoli und Roberto Mancini gehandelt. Mancini führte Italien 2021 zum Europameistertitel.
















