WM 2026: Bosnier schlagen Italien im Playoff-Final nach Penaltys
Auch bei der WM 2026 wird Italien fehlen. Die Squadra Azzurra scheitert im Playoff-Final nach Führung im Penaltyschiessen an Bosnien und Herzegowina.

Das Wichtigste in Kürze
- Bosnien und Herzegowina wird zum Nati-Gegner an der WM 2026 – Italien ist nicht dabei.
- Die Azzurri gehen im Playoff-Final zwar in Führung, doch dann fliegt Bastoni vom Platz.
- In Überzahl gelingt es den Bosniern durch Joker Tabakovic die Partie auszugleichen.
Bosnien und Herzegowina komplettiert die Schweizer Gruppe an der WM 2026 mit Katar und Kanada. Die Bosnier setzen sich im Final der Europa-Playoffs im Penaltyschiessen gegen Italien durch. Zum zweiten Mal seit 2014 fahren die Bosnier an eine WM!

Gleichzeitig ist klar: Italiens WM-Fluch geht weiter. Die Azzurri verpassen bereits zum dritten Mal in Serie eine Fussball-Weltmeisterschaft. Wie schon 2018 und 2022 platzt der Traum der WM 2026 durch eine überraschende Playoff-Pleite.
Kean bringt Italien in Front
Die Startphase in Zenica hat es in sich: Memic und Demirovic sorgen bereits für Gefahr vor dem italienischen Tor. Aber auch die Gäste aus Italien haben sich viel vorgenommen und suchen mutig den Weg nach vorne.
Nach einer Viertelstunde wird das belohnt: Bosnien-Goalie Vasilj unterläuft ein grober Fehlpass. Barella übernimmt und spielt direkt Kean an, der den Ball sehenswert unter die Latte schlenzt.

Die Bosnier lassen sich vom Rückstand nicht unterkriegen. Ganz im Gegenteil: Das Heimteam erhöht die Schlagzahl und kommt immer wieder gefährlich vors Tor. Basic und Katic (ehemaliger FCZ-Verteidiger) scheitern an Donnarumma.
Platzverweis gegen Bastoni
Gleich mehrfach sündigt Ex-FCSG-Stürmer Demirovic im Abschluss. Der Knipser des VfB Stuttgart bringt den Ball nicht aufs Tor, findet aber viele Lücken bei den sichtlich nervösen Italienern.
Und Abwehrboss Bastoni verliert noch vor dem Pausenpfiff die Nerven: Als Memic mit einem Steilpass angespielt wird, räumt ihn der Inter-Verteidiger böse um. Der Italiener kommt mit seiner Grätsche deutlich zu spät und fliegt für diese Notbremse vom Platz.

Im übervollen Stadion Bilino Polje brandet Jubel auf. Obwohl die Bosnier zur Pause 0:1 zurückliegen, scheinen die Heimfans optimistisch zu sein.
Italien verteidigt stark – dann kommt Tabakovic
Doch Italien steht hinten weiterhin dicht: Auch nach der Pause finden die Gastgeber die nötige Lücke nicht. Die Gäste konzentrieren sich jetzt auf ihre solide Defensive. Bei einer seltenen Konter-Chance vergibt Kean das 2:0 mit einem Schuss über das Tor.

In der 72. Minute kommt Bosnien und Herzegowina dem Ausgleich ganz nahe: Donnarumma entschärft den platzierten Flachschuss von Tahirovic aber mit einer unglaublichen Parade. Gleich anschliessend wird der in Grenchen BE geborene Tabakovic eingewechselt.
Minuten später erlöst der Gladbach-Stürmer die Bosnier: Er stochert den Ball über die Linie. Zuvor hatte Donnarumma einen Dzeko-Kopfball noch spektakulär gehalten – Tabakovic aber drückt das Leder ins Tor.

Plötzlich tritt Italien auch offensiv wieder in Erscheinung. So richtig Gefahr kommt aber nicht auf. Doch die Bosnier werden nochmal richtig gefährlich: Demirovic steigt am höchsten und drückt seinen Kopfball stark – wieder hält Donnarumma mirakulös.
Keine Tore in Verlängerung
So rettet sich Italien in die Verlängerung. Dort ist die defensive Organisation wieder besser und einzelne Angriffe bringen Entlastung. Bei einem solchen kommt Muaremovic gegen Palestra zu spät. Nun fordern die Azzurri eine Rote Karte.

Doch es bleibt bei Gelb. Beim fälligen Freistoss gleich von der Strafraumkante schiesst Tonali einen Mitspieler ab. Espositio hat Sekunden später aber per Kopf eine Grosschance: Vasilj hält für die taumelnden Bosnier.
Das Heimteam erspielt sich in der Verlängerung trotz Überzahl kaum Chancen. Das Penaltyschiessen muss entscheiden.
Bosnier sichern sich WM-Ticket im Penaltyschiessen
Dort gipfelt das Playoff-Drama. Tahirovic verlädt Donnarumma, dann schiesst der 20-Jährige Esposito übers Tor. Dann erhöht Tabakovic abgezockt auf 2:0. Tonali kann verkürzen. Und auch der 18-Jährige Alajbegovic trifft eiskalt.
Bei Italiens drittem Schützen Cristante versagen die Nerven dann wieder: Er haut den Ball an die Latte. Das lässt sich Bosnien nicht mehr nehmen: Bajraktarevic schiesst in die rechte Torecke – Donnarumma ist noch dran, doch der Ball landet im Tor.
Damit ist klar: Bosnien und Herzegowina fährt zur WM 2026. Das erste Gruppenspiel findet dort gegen Gastgeber Kanada statt. Am 18. Juni trifft dann die Schweizer Nati in ihrem zweiten WM-Spiel auf die Bosnier.
Weitere Resultate im Playoff-Final zur WM 2026
Kosovo – Türkei 0:1
Schweden – Polen 3:2
Tschechien – Dänemark 3:2 nach Penaltyschiessen
















