Trotz Jürgen Klopp: DFB-Ikonen treten auf Euphoriebremse
Unter Jürgen Klopp (59) soll bei der DFB-Elf alles besser werden. Zwei deutsche Fussball-Legenden warnen allerdings vor übertriebenen Erwartungen.

Das Wichtigste in Kürze
- Jürgen Klopp ist neuer Bundestrainer und unterschreibt beim DFB bis 2030.
- Stefan Effenberg und Oliver Kahn warnen bei aller Euphorie vor zu grossen Erwartungen.
Seit Freitag ist es auch offiziell klar: Jürgen Klopp wird neuer Bundestrainer – und ist damit der grosse Hoffnungsträger des deutschen Fussballs. «Es ist eine Riesenehre», so die Trainer-Ikone bei seiner Vorstellung.
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Unter dem 59-Jährigen soll in Fussball-Deutschland eine neue Aufbruchstimmung entstehen. Er folgt auf Julian Nagelsmann, der nach dem frühen WM-Aus zurückgetreten ist. Zuvor wurde der Ex-Bundestrainer auch öffentlich harsch kritisiert – das missfällt Klopp, wie er betont.
«Wenn ihr euch danebenbenehmt und meine Familie nicht in Ruhe lasst, bin ich weg», sagt Jürgen Klopp zu den Medienvertretern. «Ich mache diesen Job, obwohl ich mitbekommen habe, wie ihr mit Julian umgegangen seid.»
Effenberg: «Das hat nicht wirklich gepasst»
Dieses Statement finden nicht alle gut. Stefan Effenberg, 35-facher Nationalspieler, sagt: «Das hat nicht wirklich gepasst.» Doch der 57-Jährige, dreifacher Meister mit Bayer München, sagt bei «t-online» auch: «Aber so ist Jürgen Klopp nun mal.»

«Effe» gefällt vor allem, dass Klopp jedem Spieler eine Chance geben wolle. Auch denen, die vielleicht zuletzt noch gar kein Thema bei der DFB-Elf waren. «Das Alter spielt für ihn keine Rolle. Das ist ein deutliches Signal, da werden die Spieler auch genau hingehört haben.»
Vor allzu grossen Erwartungen warnt der Champions-League-Sieger von 2001 aber: «Wir können uns alle freuen. Wir dürfen dabei aber auch nicht die Realität ausblenden, dass wir derzeit weder in Europa noch weltweit zur Spitze gehören.»
Oliver Kahn: «Die Probleme liegen durchaus tiefer»
In gleiche Kerbe schlägt Goalie-Ikone Oliver Kahn. «Ich persönlich glaube, dass es nicht so einfach ist, wie sich das viele vorstellen», so der Vize-Weltmeister von 2002. «Ich glaube, dass die Probleme durchaus auch tiefer liegen». so Kahn bei «BR24Sport»

Der 57-Jährige stellt Fragen in den Raum: «Was möchte man für Spieler in den nächsten Jahren entwickeln? Was möchte man überhaupt für Spieler haben? Wie möchte man Fussball spielen», fragt der 86-fache deutsche Nationalspieler.
Kahn traut Jürgen Klopp aber viel zu: «Er ist ein sehr erfahrener Mann, der sicherlich einiges bewirken kann.»















