Jürgen Klopp – Uli Hoeness: «Nicht glauben, dass er der Messias ist»
Für Uli Hoeness ist klar, dass unter Bundestrainer Jürgen Klopp vieles besser werden wird. Trotzdem tritt er auf die Euphoriebremse – und äussert auch Kritik.

Das Wichtigste in Kürze
- Jürgen Klopp ist seit Anfang August der neue Bundestrainer.
- Uli Hoeness hält Klopp für die richtige Wahl, tritt allerdings auf die Euphoriebremse.
- Zudem kritisiert die Bayern-Ikone die Verpflichtung von Klopps Berater Marc Kosicke.
Anfang August hat Jürgen Klopp sein Amt als Bundestrainer angetreten. Selten dürfte in Deutschland ein Coach mehr Unterstützung erfahren haben, als der Ex-BVB- und Liverpool-Trainer. Unter dem 59-Jährigen soll nach dem blamablen Sechzehntelfinal-Aus an der WM 2026 jetzt alles besser werden.
Für Bayern Münchens Ehrenpräsidenten Uli Hoeness sind die Vorschusslorbeeren an die Adresse Jürgen Klopps aber ein wenig übertrieben.

«Ich bin kein grosser Freund der Heldenverehrung. Er kriegt jetzt schon so einen Status, als wenn er über Wasser gehen kann. Er kann auch nicht per Handauflegen alles verändern», so der 74-Jährige bei «RTL».
Für Hoeness ist klar, dass Klopp vieles anders machen werde als Vorgänger Julian Nagelsmann. «Es wird vieles besser werden», so die Bayern-Ikone, für den das frühe WM-Aus eine «Blamage» gewesen sei.

Dennoch sieht Hoeness die Schuld nicht alleine beim Ex-Bundestrainer. Und bezogen auf Jürgen Klopp ist für den Bayern-Ehrenpräsidenten klar: «Man muss ihm Zeit geben und man darf vor allem nicht glauben, dass er der Messias ist.»
Uli Hoeness: «Das halte ich für ein Problem»
Einen Kritikpunkt an der Verpflichtung von Jürgen Klopp hat Uli Hoeness allerdings noch im Ärmel: Dessen Berater Marc Kosicke wechselt ebenfalls in einer neuen Funktion zum DFB. Sehr zum Missfallen von Hoeness.

«Ich weiss nicht genau, was er da machen soll. Der hat eine Spieleragentur. Und die hat er als Geschäftsführer – die Anteile auch. Das halte ich für ein Problem», so Hoeness. «Mir kommt die ganze Geschichte vor wie ein ‹friendly takeover›. Klopp und Co. haben den DFB übernommen, und das halte ich für falsch.»
Erstmals wird Jürgen Klopp am 24. September beim DFB an der Seitenlinie stehen: Deutschland trifft in der Nations League auswärts auf die Niederlande. Drei Tage später wartet das erste Heimspiel gegen Griechenland.















