So verteidigt Infantino die teuren WM-Tickets
Gianni Infantino verteidigt die hohen Ticket-Preise für die WM 2026. Die Einnahmen würden reinvestiert und dem Fussball weltweit zugutekommen.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Tickets-Preise für die WM 2026 sind horrend – und laut Infantino gerechtfertigt.
- Denn die Einnahmen würde in den Fussball weltweit reinvestiert.
- Zudem würde es den Fussball ohne die Fifa nicht in 150 Ländern gebe, so der Präsident.
Wer ein Spiel der Fussball-WM 2026 in Nordamerika im Stadion sehen will, muss tief in die Tasche greifen: Die Preise haben sich im Vergleich zu Katar vervielfacht, auf Plattformen von Drittanbietern kosten Tickets der Schweiz-Spiele teils 84'000 Dollar. Auch auf der offiziellen Seite der Fifa sind die Eintrittskarten teuer, entsprechend wird der Weltfussballverband kritisiert.
Präsident Gianni Infantino verteidigte die Preispolitik laut dem Portal «The Athletic» beim World Sports Summit und lobte seine Fifa. «Ohne die Fifa gäbe es nicht in 150 Ländern der Welt Fussball.»
Und Fussball gebe es nur dank der Einnahmen, die die Fifa durch die WM generieren. «Wir reinvestieren weltweit.» Es sei das Entscheidende, dass das Geld von der Weltmeisterschaft «dem Fussball auf der ganzen Welt zugutekommt».
Bereits Anfang Dezember äusserte sich ein Fifa-Sprecher ähnlich: 90 Prozent der für die Periode 2023 bis 2026 budgetierten Einnahmen würden wieder investiert. Man wolle «die globale Fussballentwicklung damit deutlich vorantreiben».
Im Vorfeld kündigte die Fifa Tickets ab 60 Dollar an. Doch die Sektoren dieser Preiskategorie sind verschwindend klein, auf den Stadionkarten sind sie jeweils kaum zu finden. Zudem führte die Fifa eine Kategorie für treue Fans ein.
Viele Fans sind bereit, die horrenden Preise zu bezahlen. Bislang sind Anfragen für mehr als 150 Millionen Tickets aus 200 Ländern eingegangen. Zum Verkauf stehen aber bloss rund 5 Millionen Tickets.
Die WM 2026 beginnt am 11. Juni und umfasst 104 Spiele sowie 48 Länder. Die Schweiz trifft auf Kanada und Katar sowie Italien, Bosnien-Herzegowina, Wales oder Nordirland.















