Noah Dettwiler freut sich auf sein Motorrad-Comeback
Vor rund vier Monaten verunglückte Noah Dettwiler beim Moto3-Rennen in Malaysia schwer. Jetzt blickt Der 20-Jährige zurück – und voraus auf sein Renn-Comeback.

Das Wichtigste in Kürze
- Noah Dettwiler (20) plant Ende März sein Renn-Comeback.
- Vor knapp vier Monaten kämpfte der Solothurner noch um sein Leben.
- Nun spricht Dettwiler erstmals über die schwierige Zeit seit dem Horror-Unfall.
Es ist gerade einmal vier Monate her, dass Noah Dettwiler um sein Leben kämpfte: Der Solothurner wurde in der Aufwärmrunde beim Malaysia-GP der Moto3 von Weltmeister Jose Antonio Rueda abgeschossen. Dabei erlitt der heute 20-Jährige schwerste Verletzungen – und schwebte in Lebensgefahr.
Neben Kopfverletzungen und inneren Blutungen sowie einem offenen Beinbruch besonders schwerwiegend: Dettwiler erlitt mehrere Herzstillstände, musste noch auf der Rennstrecke reanimiert werden. Mehrere Tage lang war der Schweizer in kritischem Zustand auf der Intensivstation.
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Doch es folgte eine gute Nachricht auf die andere, im November zeigt sich Dettwiler schon lächelnd auf Facebook. Seine Pläne für die Moto3-WM in der Saison 2026 – der Vertrag war schon unterschrieben – muss er absagen. Aber das Renn-Comeback visiert der Solothurner dennoch bereits diesen Monat an.
Grosser Dank an Freundin Canelle
Bei einer Medienkonferenz in Eich LU sprach Dettwiler nun erstmals öffentlich über den Horror-Unfall. «Mir ist bewusst, dass ich sehr viel Glück hatte. Die Ärzte sagten, das hätte nicht jeder überlebt», weiss der 20-Jährige. An den Unfall selbst hat er keine Erinnerungen – aber auch «kein Trauma vom Unfall», sagt er.

Ein grosser Faktor bei der Genesung des Schweizers war seine Familie: Schwester Noëlle, Eltern Nicole und Andy und Freundin Canelle Nativi standen ihm in Sepang im Spital bei. Vor allem die Französin – deren Bruder Antoine selbst Rennfahrer ist – war wichtig für Dettwiler. «Wir haben eine sehr schwierige Zeit hinter uns, sie war immer für mich da.»
Noah Dettwiler plant Comeback Ende März
Die furchterregenden Bilder aus Sepang lösen bei ihm nichts aus, wie er gesteht. «Heute kann ich mir das Video anschauen, es löst keine besonderen Emotionen aus.» Was das für sein Comeback heisst? «Ich weiss nicht, was es mit mir machen wird, wieder 280 km/h zu fahren, aber ich will es schnellstmöglich herausfinden!»

Und das, wenn alles klappt, schon Ende März – dann steht sein Debüt in der italienischen Supersport-Meisterschaft an. Ob Dettwiler in Misano wirklich schon fahren kann, ist noch offen. Das linke Bein ist immer noch voll mit Metall, die Bewegungsfreiheit eingeschränkt. «Joggen kann ich noch nicht, aber viel Schwimmen und Velofahren», so Dettwiler.








