Drei Tage nach dem Pokal-Aus bei Drittligist 1860 München ist die Erfolgsserie des FC Schalke 04 auch in der 2. Fussball-Bundesliga zu Ende gegangen.
Der 1. FC Heidenheim (rote Trikots) kam gegen Schalke 04 zu einem Last-Minute-Sieg. Foto: Stefan Puchner/dpa
Der 1. FC Heidenheim (rote Trikots) kam gegen Schalke 04 zu einem Last-Minute-Sieg. Foto: Stefan Puchner/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei den Gästen feierte Kapitän und Mittelfeldspieler Danny Latza nach monatelanger Verletzungspause sein Startelf-Comeback.

Nach vier Siegen nacheinander ohne Gegentor kassierte der Bundesliga-Absteiger beim 1. FC Heidenheim kurz vor Schluss einen Treffer von Oliver Hüsing (89.) und verlor zum Auftakt des 12. Spieltags in einem schwachen Spiel mit 0:1 (0:0). Damit verpassten die Schalker vor 10.000 Zuschauern auch den Sprung auf Rang zwei und bleiben Tabellendritter. Heidenheim beendete dagegen eine Negativserie mit drei Niederlagen nacheinander und rückte zunächst auf den achten Tabellenplatz vor.

Bei den Gästen feierte Kapitän und Mittelfeldspieler Danny Latza nach monatelanger Verletzungspause sein Startelf-Comeback. Beide Mannschaften zeigten bei starkem Nebel aber mehr Kampf als spielerische Klasse. Die Gäste hatten Glück, als Heidenheims Tobias Mohr einen Fernschuss an die Unterkante der Latte setzte (17. Minute). Auf der anderen Seite verpasste Schalkes Victor Palsson bei zwei Kopfbällen die Führung für die Gäste (22., 27.).

Das Spiel blieb nach der Pause intensiv, nach vorn fehlten aber weiter die Ideen. Schalke-Torjäger Simon Terodde köpfte aus kurzer Distanz knapp vorbei (74.). Dann war es Hüsing, der in der Schlussphase mit einem Kopfball für die Entscheidung zugunsten des FCH sorgte.

Erste Niederlage für Nürnberg

Indes hat der heimstarke SV Darmstadt 98 dem 1. FC Nürnberg die erste Saisonniederlage zugefügt. Die bis dato allein noch ungeschlagenen Franken verloren vor 13.000 Zuschauern am Böllenfalltor mit 0:2 (0:1).

Die Gastgeber bejubelten den fünften Heimsieg in Serie nach Toren von Stürmer Luca Pfeiffer (11. Minute) sowie Nürnbergs Verteidiger Christopher Schindler, der einen Eckball unglücklich mit dem Kopf ins eigene Gehäuse verlängerte (58.). Mit 20 Punkten rückte Darmstadt in der Tabelle bis auf einen Zähler an die Nürnberger heran.

Drei Tage nach dem Pokal-Aus im Elfmeterschiessen war die Niederlage der Franken erst im Laufe des Spiels auch ein Kraftproblem. Vor allem aber ging die Darmstädter Taktik bestens auf. Die Lilien überliessen den Gästen meist den Ball. Aus dem Ballbesitz entwickelte der «Club» aber zu wenig Durchschlagskraft. Nach ersten Chancen für Darmstadts Philipp Tietz (2.) und FCN-Angreifer Manuel Schäffler (8.) endete ein Angriff über den rechten Flügel mit Pfeiffers neuntem Saisontor.

Einen Patzer von 98-Torwart Marcel Schuhen konnten Schäffler und Nikola Dovedan bei einer Doppelchance nicht mit dem 1:1 bestrafen (43.). Nach dem 0:2 konnte der «Club» dann nicht mehr genug Energie mobilisieren. Der Glaube an eine Wende schwand bei allen Bemühungen. Die Darmstädter verdienten sich den Sieg mit hohem läuferischen Aufwand und der grösseren Effektivität vor dem gegnerischen Tor.

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