Saudis wollen Harry Kane mit Mega-Gehalt locken
Mindestens ein Verein aus Saudi-Arabien soll ein lukratives Angebot für Harry Kane vorbereiten. Der Engländer hat bei den Bayern eine Klausel im Vertrag.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Saudis haben es offenbar auf Harry Kane abgesehen.
- Der Engländer verdient in München rund 24 Millionen Euro pro Jahr.
- Sein Vertrag läuft 2027 aus. Eberl sagt, die Verhandlungen hätten noch nicht begonnen.
Bahnt sich da etwa ein Hammer an? Ein saudi-arabischer Verein soll derzeit ein «höchst lukratives» Angebot für Bayern-Stürmer Harry Kane vorbereiten.
Nach Informationen des «Kicker» steht der 32-jährige Engländer bei mindestens einem Klub aus Saudi-Arabien weit oben auf der Wunschliste. Das Angebot könnte bereits im kommenden Sommer oder 2027 vorgelegt werden.
Saudis könnten Kanes 24-Millionen-Gehalt pulverisieren
Harry Kane verdient derzeit rund 24 Millionen Euro pro Jahr bei den Bayern. Die saudi-arabischen Vereine könnten diese Summe jedoch deutlich überbieten. Al-Ittihad wäre nach dem Abgang von Karim Benzema ein möglicher Interessent für den Top-Torjäger.

Bayern-Sportvorstand Max Eberl bestätigte Ende Januar: «Mit Harry sprechen wir.» Der Verein möchte den Vertrag des Stürmers verlängern, Der noch bis 2027 läuft.
Ausstiegsklausel macht Wechsel möglich
Eine Ausstiegsklausel zwischen 60 und 70 Millionen Euro könnte einen Wechsel ermöglichen. Diese soll laut Bericht noch bis Ende Februar gültig sein. Kane kann die Bayern-Verantwortlichen bis dahin über seine Entscheidung informieren.

Die «Bild» hatte jedoch bereits Ende November berichtet, dass Kane die Klausel verstreichen lassen wolle. Der Angreifer fühlt sich mit seiner Familie in München wohl. In 127 Einsätzen für Bayern erzielte er 150 Torbeteiligungen. In der aktuellen Saison traf Kane 38 Mal in 33 Partien.
Eberl: Es gibt noch keine Verhandlungen mit Harry Kane
Sportvorstand Max Eberl stellt vor dem DFB-Pokal-Viertelfinal gegen RB Leipzig klar: «Die Verhandlungen sind noch nicht gestartet.» Man rede zwar regelmässig miteinander, aber konkrete Gespräche über eine Verlängerung hätten noch nicht begonnen.
Zu den Saudi-Gerüchten äusserte sich Eberl zurückhaltend. «Das, was jetzt um uns herum wieder wabert, dass jemand irgendwas vorbereitet, kann ich nicht sagen», bemerkte der Sportvorstand. Er betonte den intensiven Austausch mit Kane über sportliche Ziele.

Vorstandsvorsitzender Jan-Christian Dreesen zeigte sich optimistisch bezüglich einer Vertragsverlängerung. «Harry hat grosses Vertrauen, er fühlt sich sehr wohl in München», sagte Dreesen. Die Familie sei in der bayerischen Hauptstadt angekommen.
Bayern-Boss rechnet mit «weniger zähen» Verhandlungen als vor zwei Jahren
Die Münchener hoffen auf eine Verlängerung um ein oder zwei Jahre. Kane gilt als Schlüsselspieler für die sportlichen Ziele des Vereins. Seine Treffsicherheit macht ihn für Bayern unverzichtbar.
Dreesen rechnet mit weniger komplizierten Verhandlungen als vor zwei Jahren. Damals war Kanes Wechsel von Tottenham nach München langwierig gewesen. «Ich glaube, es wird nicht so zäh», erklärte der Vorstandschef.
Die Public Investment Fund unterstützten saudi-arabischen Klubs verfügen über grosse finanzielle Mittel. Sie können Gehälter bieten, die auch für Topverdiener wie Harry Kane attraktiv sind. Diese Finanzkraft macht sie zu ernsthaften Konkurrenten.
So mischen die Saudis den Weltfussball auf
Saudi-Arabien investiert in den letzten Jahren massiv in den Fussball. Die Saudi Pro League verpflichtete bereits Weltstars wie Cristiano Ronaldo, Neymar und Karim Benzema. Das Königreich verfolgt eine Strategie zur Diversifizierung der Wirtschaft weg vom Öl.

Der Public Investment Fund, Saudi-Arabiens Staatsfonds, finanziert diese Transfers. Mit einem Vermögen von über 700 Milliarden Dollar können die Saudis Gehälter zahlen, die europäische Vereine überfordern. Kritiker sehen darin «Sportswashing» zur Imageverbesserung.
Harry Kane wäre nicht der erste Spieler, den es aus München nach Saudi-Arabien zieht. Sadio Mané wechselte 2023 nach nur einer Saison zu Al-Nassr. Den gleichen Weg machte Kingsley Coman letzten Sommer.
















