Roman Bürki fordert von Airline 22'000 Franken für Privatjet

    Philip Schären
    Philip Schären

    Deutschland,

    Kürzlich flog BVB-Keeper Roman Bürki nach Mallorca. Doch der Linienflug war überbucht, also mietete er einen Privatjet. Jetzt soll die Airline dafür aufkommen.

    BVB roman bürki
    Roman Bürki, Goalie beim BVB. - sda

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nach einem Mallorca-Trip ist Roman Bürki auf die Airline.
    • Der BVB-Keeper durfte trotz Ticket nicht mitfliegen, weil der Fliege überbucht war.
    • Darum charterte er einen Privatjet – und will jetzt, dass Eurowings dafür aufkommt.

    Beim BVB ist Roman Bürki nur noch die Nummer zwei hinter Marvin Hitz. Und im Sommer soll ein neuer Stammtorhüter verpflichtet werden – Neo-Nati-Goalie Gregor Kobel sei der Wunschkandidat.

    Um sich eine Auszeit zu gönnen, verreist der Münsinger kürzlich. Mit seiner Freundin Marlen Valderrama-Alvarez bucht er Plätze für einen Flug nach Mallorca, berichtet «RTL».

    Allerdings ist der Flug überbucht, und einen Alternativflug gibt es nicht. Bürki entscheidet sich kurzerhand, einen Privatjet zu chartern – für rund 22'000 Franken.

    Roman Bürki klagt gegen Airline

    Dafür will Roman Bürki aber nicht aufkommen. Der 30-Jährige fordert, dass die Airline Eurowings, mit der er nicht mitfliegen konnte, die Kosten für den Privatjet übernimmt. Klingt absurd – doch seine Chancen stehen offenbar nicht schlecht.

    Roman Bürki BVB
    Roman Bürki musste in der Rückrunde Marwin Hitz den Vortritt lassen. - Keystone

    Besonders pikant: Eurowings ist einer der Sponsoren, ein Premium-Partner, von Borussia Dortmund! Die Fluggesellschaft betreibt sogar einen BVB Mannschafts-Airbus.

    «Dortmund ist nicht nur die Heimat unseres Partners Borussia Dortmund, hier liegen auch die Wurzeln der Eurowings.» Das sagt Eurowings CEO Jens Bischof in einer Medienmitteilung vom April 2021.

    BVB Bürki
    Der Mannschaftsairbus von BVB-Partner Eurowings. - Eurowings.com

    «Die Tendenz ist klar: Passagiere müssen sich nicht damit abfinden, dass sie am Flughafen zurückgelassen werden.» Das sagt sein Anwalt Matthias Böse gegenüber dem TV-Sender.

    «Die europäische Fluggastrechte-Verordnung sieht erst einmal vor eine Umbuchung auf eine nächstmögliche Beförderung unter vergleichbaren Beförderungsbedingungen.» Und ein Privatjet sei keine Holzklasse, sagt Böse.

    Landgericht Düsseldorf entscheidet am Freitag

    Hier kämen aber besondere Umstände hinzu, «die in diesem konkreten Fall diese erheblichen Mehrkosten gerechtfertigt haben».

    Privatjet Roman Bürki 22'000
    Ein Privatjet rollt über ein Flugfeld. - Keystone

    Ob der Nati-Goalie die eingeklagte Kohle tatsächlich zurückerhalten wird, entscheidet das Landgericht Düsseldorf. Der Entscheid dürfte heute Freitag bekannt werden.

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