PSG: «Ein Fehler entscheidet – Bayern-Defensive ist anfälliger!»
Bayern München trifft im Halbfinal der Champions League auf PSG. Schalten die Münchner nach Real Madrid auch den Titelverteidiger aus? Das sagt Nau.ch.

Das Wichtigste in Kürze
- Bayern München gastiert am Dienstag (21 Uhr) bei Paris Saint-Germain.
- Wer setzt sich im Halbfinal in der Champions League durch?
Die Champions League geht in die entscheidende Phase: Noch vier Teams kämpfen um den Titel. Den Halbfinal-Auftakt machen Titelverteidiger Paris Saint-Germain und Bayern München am Dienstag in Paris.
Mathias Kainz, Sport-Redaktor
«Auf dem Papier ist der FC Bayern der Favorit in diesem Duell. Die Münchner haben den Meistertitel schon in der Tasche, PSG muss in der Ligue 1 noch kämpfen. Die Münchner können also vollen Fokus auf die Königsklasse legen.
Aber die Pariser zu unterschätzen, das wäre fatal. Nicht nur, weil wir hier immer noch vom Titelverteidiger in der Champions League reden. Einem Titelverteidiger, der sich zuletzt im Viertelfinal gegen Liverpool als bärenstark erwiesen hat.

Das ‹neue› PSG ohne Mbappé, Messi und Neymar ist ein ganz anderes Kaliber als noch vor ein paar Jahren. Bei den Parisern steht eine funktionierende, zur Einheit geschweisste Mannschaft auf dem Rasen. Das ist höchst effektiv – und gefährlich für die Münchner.
Ja, die Bayern haben Real Madrid ausgeschaltet. Aber in dieser seltsamen Saison sind die Madrilenen nicht der Gradmesser, den sie sonst darstellen. (Gut, auch Liverpool ist gerade nicht in Bestform unterwegs. Aber dieses Fass machen wir ein anderes Mal auf.)

Hinzu kommt, dass die Münchner genau über ihre Triple-Träume noch stolpern könnten. Eben, weil der Bundesliga-Titel schon in trockenen Tüchern ist, könnte jetzt die Spannung ein wenig abhanden kommen. Und vielleicht spürt man den Druck dann umso mehr.
Ich rechne mit einem umkämpfen, engen Duell, in dem vielleicht ein einziger Fehler entscheidet. Fehler, wie sie die Bayern-Defensive eher macht als die der Pariser. Beispielsweise zuletzt in Mainz – da lag man zur Pause 0:3 zurück ...»

Ronny Reisch, Sport-Redaktor
«Der Weg zur Champions-League-Titelverteidigung ist für PSG versperrt – und zwar vom FC Bayern München. An den Deutschen führt kein Weg vorbei, es gibt keine Umleitung. Selbst die hochpolierte PSG-Maschinerie kann daran nichts ändern.
Im Viertelfinal liessen die Franzosen dem FC Liverpool (4:0 Gesamtskore) keine Chance. Die Deutschen schalteten Königsklassen-Rekordsieger Real Madrid (6:4) aus. Welches Team setzt sich im Direktduell durch und zieht in den Final ein?
Denn diese Bayern sind mehr als nur ein Star-Ensemble: Sie funktionieren als Team. Pressing, Laufwege, Timing – beim Team von Vincent Kompany greift ein Rädchen ins andere. Und auch die nötige Mentalität bringt dieses Team mit. Da ist es egal, fehlt Coach Kompany heute im Hinspiel gesperrt.

Bestes Beispiel: das 4:3 gegen Urs Fischers Mainzer am Samstag. Zur Pause 0:3 hinten, am Ende jubelt trotzdem der Meister. Andere Teams schenken so ein Spiel ab, die Bayern zeigen eine beeindruckende Reaktion und schiessen sich für PSG warm.
Ein Blick auf die vergangenen fünf Direktduelle mit den Franzosen spricht eine klare Sprache: Vier Siege für die Bayern. Zuletzt in der Ligaphase der Königsklasse ein 2:1, obwohl Bayern nach einer Roten Karte auswärts eine Halbzeit in Unterzahl spielte.

Platzverweise, Rückstände oder sonstige Rückschläge? Dieses Bayern-Team findet immer Lösungen. Das führt zu einer Bilanz von nur zwei Niederlagen in 49 Pflichtspielen.
PSG ist zweifellos ein überragendes Team. Aber diese Bayern sind kaum zu schlagen.»

















