OECD warnt vor Engpässen bei kritischen Rohstoffen
Die Industriestaatenorganisation OECD beklagt wachsende Exportbeschränkungen für kritische Rohstoffe. Dies setzt Lieferketten weltweit unter Druck.

Mehrere Mineralien, die in der Digital-Technologie und für erneuerbare Energien eine entscheidende Rolle spielten, seien in hohem Masse von Exportbeschränkungen betroffen, deren Zahl stetig zunehme, teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Dienstag in Paris mit.
Die Zahl der Länder, die solche Beschränkungen einführten, habe zugenommen, insbesondere in Afrika und Asien. Bestimmte, für Energiesysteme unverzichtbare Bodenschätze wie Kobalt, Mangan, Graphit und seltene Erden seien von den Exportbeschränkungen besonders betroffen.
So seien etwa 70 Prozent der weltweiten Exporte von Kobalt und Mangan, die für Schlüsselindustrien wie die Fertigung von Batterien und Chips von Bedeutung sind, zwischen 2022 und 2024 von mindestens einer Exportbeschränkung betroffen gewesen.
Während die Nachfrage nach kritischen Rohstoffen rasch steige, passe sich das Angebot nur langsam an und sei nach wie vor stark konzentriert, betonte die OECD. «Länder auf der ganzen Welt sind auf einen zuverlässigen Zugang zu kritischen Rohstoffen angewiesen, die für Wirtschaftswachstum, Innovation und Energiesicherheit unerlässlich sind», sagte OECD-Generalsekretär Mathias Cormann auf dem OECD-Forum zu kritischen Mineralien in Istanbul.
«Exportbeschränkungen können die Anfälligkeit stark konzentrierter Lieferketten verschärfen, indem sie die Exportmengen begrenzen und die Preise in die Höhe treiben», sagte er.
Wichtig sei es, Beschränkungen transparenter zu gestalten, um die Öffnung und Diversifizierung der Märkte für kritische Mineralien sowie für beide Seiten vorteilhafte Partnerschaften mit den produzierenden Ländern zu fördern.










