Schweizer Töfflegende Jacques Cornu ist gestorben

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    Aigle,

    Wenige Tage vor seinem 73. Geburtstag ist der frühere Motorrad-Weltmeister Jacques Cornu verstorben. Er prägte den Schweizer Rennsport entscheidend.

    Jacques Cornu
    Die Schweizer Motorrad-Legende Jacques Cornu ist 72-jährig verstorben. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Schweizer Motorrad-Legende Jacques Cornu ist 72-jährig verstorben.
    • Der Neuenburger war zuletzt schwer erkrankt.
    • 1982 wurde Cornu Langstrecken-Weltmeister, in der 250er-Klasse holte er drei Siege.

    Jacques Cornu ist tot. Die Schweizer Motorrad-Legende starb am Montag nach langer Krankheit, wie «RTN» berichtet. Er wurde 72 Jahre alt und hätte in etwas mehr als zwei Wochen seinen 73. Geburtstag gefeiert.

    Cornu hinterliess im Schweizer Rennsport deutliche Spuren. In der 250-Kubikzentimeter-Klasse der Motorrad-Weltmeisterschaft gewann er dreimal und stand 21 Mal auf dem Podest. 1982 krönte er sich zusammen mit Jean-Claude Chemarin zum Langstrecken-Weltmeister.

    Jacques Cornu
    Jacques Cornu prägte den Schweizer Motorradsport in den 1980er Jahren entscheidend. - keystone

    Zu seiner Karriere kam er durch Zufall. Aus finanziellen Gründen konnte er sich kein Auto leisten – also wurde es ein Motorrad. Nach dem Ende seiner aktiven Zeit gründete er eine Fahrschule für Motorräder, die er bis 2018 betrieb.

    «Hoffe, dass ich in die Hölle komme»

    Seine Karriere war von Gefahr geprägt. 32 Knochenbrüche zählte der 1,86 Meter grosse Rennfahrer im Laufe seiner Laufbahn. Mehrfach entkam er bei Unfällen knapp dem Tod – oft nur mit schweren Verletzungen.

    Jacques Cornu
    Mehrfach erlitt Jacques Cornu schwere Verletzungen – etwa 1987 in Anderstorp einen dreifachen Beckenbruch. - keystone

    «Ich hoffe einfach, dass ich noch ein paar schöne Jahre vor mir habe und ich das Rentnerdasein geniessen kann. Ich habe schliesslich genug gearbeitet», so Cornu 2022 zum «Blick».

    «Und wenn ich sterben sollte, habe ich noch einen Wunsch: Dass ich in die Hölle komme und nicht in den Himmel. Denn meine Kollegen von früher sind alle in der Hölle.»

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