Makkabi Deutschland feiert Jubiläum. Gleichzeitig wird ein neues Projekt des jüdischen Turn- und Sportverbands in Deutschland vorgestellt.
Makkabi Deutschland
Thomas Westphal (l), Oberbürgermeister der Stadt Dortmund, Peter Peters (m), Vizepräsident des Deutschen Fussball-Bundes (DFB), und Manuel Neukirchner (r), Direktor des Deutschen Fussball-Museums, stellen während eines Festakts des 100-jährigen Jubiläums der Makkabi-Bewegung das Projekt «Niemals vergessen! Das Online-Lexikon verfolgter jüdischer Fussballer» vor. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Makkabi Deutschland wird 100 Jahre alt.
  • Der jüdische Turn- und Sportverein feierte ihr Jubiläum im Deutschen Fussball-Museum.
  • Gleichzeitig wird ein neues Projekt, dass an jüdische Sportler erinnern soll, lanciert.

Die Makkabi-Bewegung hat am Sonntag im Rahmen eines Festaktes im Deutschen Fussball-Museum in Dortmund ihr 100-jähriges Jubiläum gefeiert. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier würdigte die historische Bedeutung der Dachorganisation der Jüdischen Turn- und Sportvereine in Deutschland.

Makkabi Deutschland
Frank-Walter Steinmeier sprach am Jubiläum von Makkabi Deutschland per Video-Chat zum Publikum. - keystone

«Die Gründung jüdischer Sportclubs war damals auch eine Antwort auf antisemitische Tendenzen. Diese breiteten sich in der deutschen Turnbewegung aus und führten immer wieder zu Ausschlüssen von jüdischen Menschen.» Dies sagte Steinmeier und fügte an: «Dankbar bin ich auch dafür, dass Makkabi Deutschland heute das Miteinander der vielen verschiedenen Menschen in unserem Lande fördert.»

Die auf dem Festakt anwesende Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) sagte: «100 Jahre Makkabi Deutschland steht für Sport, für Fussball und Wettkampf und für Freude, für Spass. Dazu kommt die integrative Kraft der Bewegung.»

Makkabi Deutschland stellt Projekt vor

Vorgestellt wurde das Projekt «Niemals vergessen»: Das Online-Lexikon widmet sich den Lebensgeschichten verfolgter und heute zumeist vergessener jüdischer Fussballer und Funktionäre. «Es ist wichtig, dass wir den jüdischen Sportlern heute wieder ihre Namen und Gesichter zurückgeben. Dass wir ihre Geschichten erzählen und ihre Schicksale anschaulich machen», sagte Steinmeier.

Makkabi Deutschland
Ein Wimpel mit dem Logo von Makkabi Deutschland steht auf einem Tisch im Deutschen Fussball-Museum. - dpa

Unterstützung erfährt das Projekt unter anderen von Nationalspieler Leon Goretzka. Auch deutsche Vereine wie der FC Bayern München, Eintracht Frankfurt, Schalke 04 oder der Hamburger SV unterstützen Makkabi Deutschland.

Mehr zum Thema:

Frank-Walter Steinmeier Eintracht Frankfurt Bayern München Leon Goretzka Schalke