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Köln-Trainer Baumgart: Kimmich in Impffrage nur ehrlich

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Deutschland,

Trainer Steffen Baumgart von Fussball-Bundesligist 1. FC Köln hat kein Verständnis für die Kritik an Nationalspieler Joshua Kimmich wegen dessen langen Zögerns in der Frage einer Corona-Impfung.

Bricht eine Lanze für Bayern-Profi Kimmich: Köln-Coach Steffen Baumgart. Foto: Marius Becker/dpa
Bricht eine Lanze für Bayern-Profi Kimmich: Köln-Coach Steffen Baumgart. Foto: Marius Becker/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • «Ich hätte Joshua Kimmich in allem unterstützt.

Der Bayern-Profi hatte mit seinen öffentlich geäusserten Bedenken eine heftige Debatte ausgelöst, will sich nach seiner überstandenen Corona-Infektion nun aber impfen lassen.

«Ich hätte Joshua Kimmich in allem unterstützt. Ich konnte nicht verstehen, dass er an den Pranger gestellt wurde», sagte Baumgart im Interview von Sport1. «Er war nur ehrlich und hatte eine Meinung.» Wenn sich Leute als Moralapostel aufspielten und die Welt erklären wollten, wie sie sei, dann habe er damit ein Problem, denn so sei sie nicht, erklärte der 49-Jährige. Kimmich sei nicht der Einzige, der in Deutschland mit der Situation ein Problem habe.

«Auch wir hatten Spieler, die sich erst spät haben impfen lassen. Man kann diese Jungs nicht im Regen stehen lassen», sagte Baumgart und betonte: «Ich finde es viel wichtiger, dass Kimmich eine Entscheidung getroffen hat. Ansonsten bin ich natürlich für das Impfen.»

Baumgart war vor dieser Saison zum 1. FC Köln gekommen und hat die Rheinländer zum Ende der Hinrunde auf Platz acht geführt, nachdem sie sich in der vorigen Saison erst in der Relegation vor dem Abstieg gerettet hatten. Zu seiner Arbeit bemerkte der Trainer unter anderem: «In unserem Job geht es auch darum, Mensch zu bleiben. Das ist wichtiger als alles andere.»

Auf Weihnachten freut sich der Ex-Profi, weil die komplette Familie zusammen sei. «Es geht darum, glücklich zu sein. Man kommt mal zur Ruhe und kann sich fragen 'Geht es einem so gut oder so schlecht?' In den meisten Fällen geht es einem besser, als man glaubt», sagte der gebürtige Rostocker.

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