Schweizer Familie stürzt in Deutschland vom Turm
Drei Menschen sind vom Harzturm in Niedersachsen gestürzt und gestorben. Laut dem Ortsbürgermeister handelt es sich um eine Familie aus der Schweiz.

Das Wichtigste in Kürze
- Zwei Erwachsene und ein Kleinkind kamen ums Leben.
- Die Familie war offenbar mit einem Wohnmobil aus der Schweiz angereist.
- Zahlreiche Besucherinnen und Besucher mussten die Tragödie mitansehen.
Am Harzturm im deutschen Bundesland Niedersachsen hat sich eine Tragödie ereignet. Zwei Erwachsene und ein kleines Kind stürzten am Donnerstagnachmittag vom Aussichtsturm und kamen ums Leben.
Bei den Todesopfern soll es sich um eine Familie aus der Schweiz handeln. Das sagte der Altenauer Ortsbürgermeister Karl-Heinz Ehrenberg gegenüber der «Bild». Demnach war die Familie mit einem Wohnmobil angereist.
Die deutsche Polizei hat die Schweizer Herkunft der Opfer bislang nicht offiziell bestätigt. Auch zu ihrer Identität machte sie zunächst keine Angaben.
Viele Menschen waren auf dem Turm
Das Unglück ereignete sich gegen 16.45 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt war das bekannte Ausflugsziel im Oberharz laut Ehrenberg gut besucht. Zahlreiche Menschen mussten den Vorfall mitansehen.
Ein Kriseninterventionsteam kümmerte sich anschliessend um Augenzeuginnen und Augenzeugen. Die Einsatzkräfte sperrten den Bereich unterhalb des Turms ab und errichteten Sichtschutzwände.
«Der Turm steht seit drei Jahren. So etwas ist noch nie passiert. Wir sind tief erschüttert», sagte Ehrenberg.
Polizei schliesst technischen Defekt aus
Nach bisherigen Erkenntnissen gibt es keine Hinweise auf ein Verschulden durch andere Personen. Auch ein technischer Defekt am Aussichtsturm werde derzeit ausgeschlossen, teilte die Polizei dem NDR mit.
Zu den genauen Umständen und Hintergründen laufen weiterhin Ermittlungen. Die Polizei sprach am Freitag offiziell von einem Unglücksfall. Anderslautende Medienberichte über einen suizidalen Hintergrund bestätigte sie gegenüber dem NDR nicht.
Der 65 Meter hohe Harzturm steht in Torfhaus nahe Altenau. Er verfügt unter anderem über zwei Aussichtsplattformen und einen gläsernen Skywalk in rund 45 Metern Höhe.
Wann der Turm wieder für Besucherinnen und Besucher geöffnet wird, ist noch unklar. Der Gemeinderat werde zudem über mögliche zusätzliche Sicherheitsmassnahmen beraten, kündigte Ehrenberg an.
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