Kahn: Neue Konkurrenz heisst Netflix oder Amazon Prime

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Deutschland,

Der künftige Bayern-Chef Oliver Kahn sieht auf den Profi-Fussball abseits der gegenwärtig dominanten Corona-Krise noch weitere grosse Herausforderungen zukommen.

Oliver Kahn wird Ende 2021 Karl-Heinz Rummenigge als Vorstandschef des FC Bayern ablösen. Foto: Tom Weller/dpa
Oliver Kahn wird Ende 2021 Karl-Heinz Rummenigge als Vorstandschef des FC Bayern ablösen. Foto: Tom Weller/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • «Ich glaube nicht, dass die Konkurrenz von Bayern München jetzt nur Borussia Dortmund, Leipzig, andere Bundesliga-Mannschaften oder europäische Topclubs sind.

«Wir werden in diesem Jahrzehnt Veränderungen erleben, die werden gewaltig sein», prophezeit der ehemalige Nationaltorhüter im «Sportstudio»-Podcast des ZDF. Der Fussball müsse sich im Kampf um jüngere Generationen künftig vermehrt der Konkurrenz von Unterhaltungsmedien wie Netflix oder Amazon Prime stellen, glaubt der 51-Jährige, der beim FC Bayern Ende 2021 Karl-Heinz Rummenigge als Vorstandschef nachfolgen soll.

«Ich glaube nicht, dass die Konkurrenz von Bayern München jetzt nur Borussia Dortmund, Leipzig, andere Bundesliga-Mannschaften oder europäische Topclubs sind. Die Konkurrenz des FC Bayern sind andere Möglichkeiten, die junge Menschen im Bereich Unterhaltung haben. Die Konkurrenz ist Netflix, die Konkurrenz ist Amazon Prime», sagte Kahn. Der Fussball sei permanent gewachsen in den letzten 20 Jahren, aber man könne nicht weiterhin davon ausgehen, dass dies immer so bleibe.

In der Corona-Krise würden die Vereine gerade «einen Rückschritt, eine Konsolidierung» erleben, erklärte Kahn, der seit Jahresbeginn dem Vorstand des deutschen Rekordmeisters angehört. Er sei gespannt, ob zuletzt im Profi-Business geäusserte Forderungen nach mehr Demut und einer neuen Bescheidenheit im Fussball auch tatsächlich Realität würden. «Da möchte ich dann wirklich mal die Resultate sehen. Ich werde genau hinschauen, ob wirklich Dinge geschehen, die dem gerecht werden», sagte Kahn mit Blick auf Gehälter und Ablösesummen. Der Fussball solle diese Krise nutzen, «sich zu hinterfragen» und auch «Taten folgen zu lassen».

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