Vorstandschef Thomas Hitzlsperger erwägt beim Fussball-Bundesligisten VfB Stuttgart wegen der Einnahmeverluste in der Coronakrise den erneuten Verkauf eines Leistungsträgers.
Der Vostandsvorsitzende des VfB Stuttgart: Thomas Hitzlsperger. Foto: Tom Weller/dpa
Der Vostandsvorsitzende des VfB Stuttgart: Thomas Hitzlsperger. Foto: Tom Weller/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Ob es tatsächlich zu einem Transfer komme, hänge davon ab, wie sich die Zuschauer- und Sponsoringeinnahmen weiter entwickelten, erklärte Hitzlsperger.

Im kommenden Sommer werden «wir schon darüber reden müssen, ob einer unserer Topspieler für eine hohe Transfersumme abgegeben werden muss», sagte Hitzlsperger der «Stuttgarter Zeitung» und den «Stuttgarter Nachrichten».

Ob es tatsächlich zu einem Transfer komme, hänge davon ab, wie sich die Zuschauer- und Sponsoringeinnahmen weiter entwickelten, erklärte Hitzlsperger. «Wenn die pandemische Lage sich verbessert und die Arena voll ist, verringert das die Gefahr, dass wir sportlich Substanz verlieren.» Nach der vergangenen Saison waren Stürmer Nicolas Gonzalez für eine Ablöse von rund 25 Millionen Euro zum AC Florenz sowie Torwart Gregor Kobel zu Borussia Dortmund (15 Millionen) gewechselt.

Der neue VfB-Finanzvorstand Thomas Ignatzi bezifferte in dem Interview den finanziellen Verlust für die in eine Aktiengesellschaft ausgegliederte Fussballabteilung seit Beginn der Pandemie auf 80 Millionen Euro. Bei der Mitgliederversammlung Mitte Juli hatte der Club bereits einen Umsatzeinbruch zwischen März 2020 und Juni 2021 von 74 Millionen Euro bekanntgegeben und das coronabedingte Gesamtminus in dieser Zeit auf 56 Millionen Euro beziffert.

Für die Saison 2020/2021 wurde damals unter anderem dank der hohen Transfereinnahmen mit einem Defizit von 12,2 Millionen Euro gerechnet. Die genauen Zahlen standen aber noch nicht fest.

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