Gianni Infantino: Trump will für seine Rettung «alles Mögliche» tun
Kann Gianni Infantino nun doch auf den Rückhalt von Donald Trump zählen? Der US-Präsident soll sich für den in die Kritik geratenen Fifa-Boss einsetzen wollen.

Das Wichtigste in Kürze
- Wie viel Rückendeckung erhält Gianni Infantino aus dem Weissen Haus?
- Englische Medien kontern einen vernichtenden Bericht aus den USA.
- US-Präsident Donald Trump wolle Infantino um jeden Preis als Fifa-Präsident retten.
Der Druck auf Fifa-Präsident Gianni Infantino wächst unaufhaltsam weiter: Nach der Klags-Androhung der Uefa haben dem 56-Jährigen nun erste Nationalverbände ihre Unterstützung entzogen. Wales, Serbien, Schweden und zuletzt auch England stehen künftig nicht mehr hinter dem amtierenden Weltverbands-Boss.
Und gemäss «New York Post» bemühte sich Gianni Infantino zuletzt auch vergeblich um die Unterstützung der US-Regierung. US-Präsident Donald Trump soll bei Infantino-Anrufen gar nicht ans Telefon gehen. Auch bei Staatssekretär Marco Rubio sei Infantino dem Bericht zufolge abgeblitzt.

Ein Bericht des englischen «Telegraph» legt nun aber nahe, dass Infantino sehr wohl die Unterstützung von Trump geniesse. Ein Regierungsbeamter soll gegenüber dem britischen Medium angegeben haben, dass Trump den Walliser «sehr liebgewonnen» habe. «Er hat uns geholfen, die beste Weltmeisterschaft aller Zeiten auszurichten», wird der Beamte zitiert.
Trump will Gianni Infantino als Fifa-Boss – oder UN-Generalsekretär
Trump wünsche sich deshalb, dass Infantino im Amt bleibt – trotz des steigenden Drucks der kontinentalen Verbände. «Der Präsident mag ihn sehr. Ich bin sicher, dass der Präsident alles Mögliche tun wird, um ihm zu helfen», so die Quelle. «Ich glaube nicht, dass der Präsident seine Meinung über ihn ändern wird, denn er ist ein loyaler Mensch.»

Der US-Präsident hatte zuletzt auch angedeutet, dass er Infantino gerne als UN-Generalsekretär sehen würde. Trump hatte die Vereinten Nationen in der Vergangenheit aber auch als nicht mehr zeitgemäss und zweckmässig bezeichnet.
Hinter den Kulissen läuft der Infantino-Sturz an
Gemäss dem «Telegraph» laufen in Europa unterdessen die Bemühungen zum Sturz von Gianni Infantino auf Hochtouren. Die Uefa sei damit beschäftigt, bei den Konföderationen und Nationalverbänden in Asien und Afrika um Unterstützung zu werben. Der einflussreiche englische Verband FA habe dabei eine Vorreiterrolle eingenommen.

Der wahrscheinlichste Unterstützer der Uefa ist nach aktuellem Ermessen die nord- und mittelamerikanische Concacaf. Die afrikanische Konföderation CAF und der Asien-Verband AFC schweigen bisher zur Personalie des Fifa-Präsidenten. Aufgrund der dreimonatigen Vorlaufzeit für ein Misstrauensvotum drängt vor dem Fifa-Kongress im März aber die Zeit.
















