Die Erben von Diego Maradona (†60) versteigerten am Wochenende grosse Teile seines Nachlasses. Käufer fanden sich dabei aber nur wenige.
Diego Maradona
Ein Wandgemälde von Diego Maradona in Buenos Aires. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Am Wochenende wurden Gegenstände aus dem Nachlass von Diego Maradona versteigert.
  • Vor allem Trikots der Fussball-Ikone erwiesen sich dabei als Verkaufsschlager.
  • Die Staatsanwaltschaft ermittelt unterdessen weiter gegen Ärzte und Pflegepersonal.

In einer internationalen Online-Versteigerung sind rund 90 Objekte aus dem Nachlass der argentinischen Fussball-Legende Diego Maradona unter den Hammer gekommen. Insgesamt kamen 26 000 Dollar zusammen.

Einige der als am wertvollsten eingeschätzten Besitztümer des «Goldjungen» blieben dabei jedoch ohne Käufer. Ein Apartment in der Küstenstadt Mar del Plata und zwei Fahrzeuge fanden keinen Anklang.

Trikots von Diego Maradona als Auktions-Hit

Auch für das Haus in Buenos Aires, das Maradona seinen Eltern in den 80ern gekauft hatte, wurde kein Gebot abgegeben. Teuerstes versteigerte Objekt war das Ölgemälde «Entre Fiorito y el cielo» der Künstlerin Lu Sedova für 2150 Dollar.

Diego Maradona Gemälde
Das Ölgemälde «Entre Fiorito y el cielo» von Künstlerin Lu Sedova zeigt Diego Maradona. - dpa

Auch Trikots Maradonas vom SSC Neapel und der argentinischen Nationalmannschaft gingen gut weg. Für die Online-Versteigerung hatten sich Tausende Interessenten aus aller Welt eingeschrieben.

Die meisten Objekte befanden sich in zwei Containern in Dubai. Maradona verfügte zum Zeitpunkt seines Todes über Bankkonten, Firmen, Beteiligungen und Immobilien auf der ganzen Welt.

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Pfleger

«Die Auswahl der Gegenstände wurde von der Familie getroffen, die etwa 80 Prozent behielt», so Veranstalter Adrián Mercado. Diego Maradona war am 25. November vergangenen Jahres in Buenos Aires im Alter von 60 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben.

Wenige Wochen zuvor hatte er sich einer Gehirnoperation unterzogen. Offenbar waren bei der Pflege der Fussball-Ikone massive Fehler gemacht worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die behandelnden Ärzte und das Pflegepersonal wegen Totschlags.

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