Falkland-Veteranen melden sich vor Argentinien-England

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Argentinien,

    Das WM-Halbfinale zwischen England und Argentinien hat wegen des Falklandkrieges 1982 mehr als eine grosse sportliche Dimension. Argentinische Veteranen des Falklandkrieges haben sich vor dem hochbrisanten WM-Halbfinale gegen England nun zu Wort gemeldet.

    Veteranen
    Argentinische Veteranen des Falklandkrieges haben sich vor dem hochbrisanten WM-Halbfinale gegen England nun zu Wort gemeldet. - keystone

    «Sport ist kein Krieg: Das Halbfinalspiel ist ein Sportereignis von weltweiter Tragweite, keine bewaffnete Revanche und keine historische Kompensation», hiess es in einem Brief des Verbandes der Kriegsveteranen «2. April» vor dem Spiel des Titelverteidigers aus Südamerika gegen das Fussball-Mutterland an diesem Mittwochabend (MEZ) in Atlanta (USA).

    Am 2. April 1982 hatte der Krieg um die Falklandinseln, die im argentinischen Sprachgebrauch nur als Malvinas bezeichnet werden, mit der Besetzung durch argentinische Soldaten begonnen. Knapp 1000 Soldaten hatten in der militärischen Auseinandersetzung über mehr als 70 Tage ihr Leben gelassen, fast zwei Drittel davon waren Argentinier gewesen.

    Die Inselgruppe liegt im südlichen Atlantik und ist seit 1833 ein britisches Überseegebiet. Argentinien begründet seinen Anspruch aber mit der Rechtsnachfolge eines früheren spanischen Kolonialreiches.

    Souveränität werde auf internationalen Foren verteidigt – mit Diplomatie, historischer Wahrheit und dem friedlichen und unverzichtbaren Anspruch, den die Verfassung vorschreibe, hiess es weiter in dem Schreiben der Kriegsveteranen, aus dem argentinische Medien berichteten.

    Nach der Kapitulation der Argentinier nahmen beide Länder erst sieben Jahre später wieder diplomatische Beziehungen auf, gelöst ist der Souveränitätsstreit jedoch bis heute nicht. Grossbritannien lehnt jede Verhandlung darüber ab, Argentinien beharrt auf seinem Anspruch auf die Malvinas. Das machten auch die Kriegsveteranen deutlich: «Möge der Fussball eine Brücke sein, um die Malvinas-Frage zu thematisieren und die Welt daran zu erinnern, dass unser Anspruch nach wie vor aktueller denn je ist.»

    Argentiniens Nationaltrainer Lionel Scaloni hatte bereits betont: «Meine Botschaft: Es ist ein Fussballspiel, nichts anderes.»

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #1535 (nicht angemeldet)

    jetz zeigen die WM Teilnehmer langsam ihr wahres Gesicht!! Sport? nein, Geld und Macht

    User #6711 (nicht angemeldet)

    99,8 % geben einen scheiss drauf und haben sich für das Vereinigte Königreich entschieden.

    Weiterlesen

    Alone Together SRF
    604 Interaktionen
    Berndeutsch-Kritik
    kinder
    42 Interaktionen
    Ärztin sieht Defizite

    MEHR IN NEWS

    trump
    24 Interaktionen
    «Fühle mich betrogen»
    Carrefour
    4 Interaktionen
    Paris
    Krypto-Währung
    3 Interaktionen
    Ciutadella

    MEHR AUS ARGENTINIEN

    argentinen
    1 Interaktionen
    Buenos Aires
    Studie Altern
    2 Interaktionen
    Lebensalter
    Argentinien
    6 Interaktionen
    Buenos Aires
    Band
    18 Interaktionen
    Buenos Aires