Cristiano Ronaldo hat bei Portugal keine Stammplatz-Garantie mehr
Dass Cristiano Ronaldo an der WM 2026 bei Portugal Stammspieler war, wurde heftig kritisiert. Jetzt weht ein neuer Wind – auch für die 41-jährige Legende.

Das Wichtigste in Kürze
- Jorge Jesus übernimmt Portugals Nationalteam von Roberto Martínez.
- Cristiano Ronaldo bekommt laut dem neuen Coach keine automatische Stammplatz-Garantie.
- Portugal trifft im September in der Nations League erstmals auf Wales.
Nach dem enttäuschenden WM-Aus gegen Spanien beginnt bei Portugal eine neue Ära. Jorge Jesus (71) übernimmt das Traineramt von Roberto Martínez (53). Nach übereinstimmenden Medienberichten unterschreibt er einen Vertrag bis zur WM 2030.
Bei seiner Vorstellung beantwortete der neue Nationalcoach direkt eine der wichtigsten Fragen: Welche Rolle spielt Cristiano Ronaldo künftig?
Jesus stellte klar, dass er den Superstar nominieren werde, solange dessen Leistungen stimmen. «Solange er spielt und in einer Verfassung dazu ist, nominiert zu werden, werde ich ihn nominieren.»
Ronaldo und der neue Trainer kennen sich
Eine uneingeschränkte Stammplatz-Garantie ist das allerdings nicht. Der Trainer ergänzte: «Innerhalb bestimmter Grenzen und unter den Bedingungen, die ich für die Nationalmannschaft am besten halte.»
Der 71-Jährige kennt Ronaldo bestens. Beide arbeiteten zuletzt bei Al-Nassr zusammen und feierten dort gemeinsam den Gewinn der saudischen Meisterschaft. Laut «Goal» sieht Jesus deshalb keinerlei Gefahr, dass der fünffache Weltfussballer für Unruhe sorgen könnte.

«Er wird nie ein Problem sein. Weder fürs Nationalteam noch für mich», sagte Jesus. Über die Zusammenarbeit erklärte er zudem: «Es ist einfach, mit ihm zu arbeiten.»
Dass grosse Namen bei ihm keinen Freifahrtschein erhalten, betonte er mit einem Beispiel aus seiner Zeit bei Al-Hilal. Dort trennte er sich von Superstar Neymar.
Entscheidung liegt auch bei Ronaldo
Noch ist unklar, ob Ronaldo seine internationale Karriere überhaupt fortsetzen möchte. Nach dem WM-Aus liess Portugals Rekordtorschütze eine Entscheidung offen. Er kündigte an, zunächst Zeit mit seiner Familie verbringen zu wollen.
Jesus will deshalb persönlich mit seinem früheren Spieler sprechen: «Wir zwei werden ein Gespräch darüber führen, wie er seine Karriere in Zukunft gestalten will.»

Portugal startet im September mit dem Nations-League-Spiel gegen Wales in die neue Phase. Spätestens dann dürfte sich zeigen, ob Ronaldo auch unter dem neuen Nationaltrainer weiter das Trikot der Seleção trägt.
















