Geldpolitik

    Kevin Warsh will neue Ära der Geldpolitik einläuten

    Maja Bojic
    Maja Bojic

    Portugal,

    Kevin Warsh stellt beim EZB Forum in Sintra seine Reformpläne für die US-Notenbank vor und kündigt einen grundlegenden Wandel der Geldpolitik an.

    Kevin Warsh
    Warsh kündigt einen grundlegenden Wandel der US-Geldpolitik an. (Archivbild) - keystone

    Beim EZB Forum in Sintra steht US-Notenbankchef Kevin Warsh im Mittelpunkt der internationalen Geldpolitik. Sein Auftritt zieht grosse Aufmerksamkeit unter Notenbankern aus Europa und den USA auf sich.

    Warsh spricht laut der «Wiwo» von einem tiefgreifenden Paradigmenwechsel durch künstliche Intelligenz in der Weltwirtschaft. Er verweist auf steigende Produktivität und eine langfristig wachsende globale Wohlstandsentwicklung ohne Nullsummenlogik.

    Bringt Kevin Warsh mit seiner Geldpolitik frischen Wind in die Notenbanken?

    Die geldpolitische Kommunikation der US-Notenbank verändert sich dem «Handelsblatt» zufolge unter ihm deutlich spürbar. Klassische Forward Guidance wird dabei zunehmend vermieden und intern kritisch neu bewertet.

    Preisstabilität im Fokus der Fed

    Warsh bekräftigt in Sintra die zentrale Priorität der Preisstabilität in den Vereinigten Staaten. Er betont zugleich die institutionelle Unabhängigkeit der US-Notenbank als Grundlage geldpolitischer Glaubwürdigkeit.

    Die Inflation in den USA bleibt weiterhin deutlich über dem Zielwert der Notenbank. Zuletzt lag sie bei rund 4,2 Prozent und erhöht den geldpolitischen Handlungsdruck spürbar.

    Warsh vermeidet konkrete Zinssignale und verweist auf interne Debatten im Offenmarktausschuss der Fed. Damit bleibt der künftige geldpolitische Kurs bewusst offen und schwer prognostizierbar für Märkte.

    Kevin Warsh: Reformdruck und Datenstrategie

    Laut «Aktien.news» plant er den Einsatz von Echtzeit Wirtschaftsdaten innerhalb von neun bis zwölf Monaten. Ziel ist es, wirtschaftliche Entwicklungen schneller zu erfassen und datenbasierte Entscheidungen zu verbessern.

    Die US-Notenbank setzt dafür der «Wiwo» zufolge mehrere neue Taskforces zur Strukturreform der Datenanalyse ein. Diese sollen neue Informationsquellen erschliessen und die geldpolitische Entscheidungsbasis deutlich verbreitern.

    Kevin Warsh
    Warsh setzt klare Signale für eine neue Ausrichtung der Geldpolitik und betont dabei die Bedeutung von Preisstabilität und Unabhängigkeit der Notenbank. (Archivbild) - keystone

    Warsh stellt dabei auch bestehende Datenmodelle der US-Statistikbehörden zunehmend kritisch infrage. Die Fed soll dadurch unabhängiger von verzögerten oder revidierten Regierungsdaten werden.

    Kommentare

    User #4301 (nicht angemeldet)

    Was genau will er jetzt neu machen? Ich verstehs nicht.

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