Cristiano Ronaldo: Das sagt Portugal-Trainer zum Rücktritt!
Jorge Jesus äussert sich erstmals zum Rücktritt von Cristiano Ronaldo aus der Nati. Er habe ihn gebeten zu bleiben, müsse den Entscheid aber akzeptieren.

Das Wichtigste in Kürze
- Jorge Jesus äussert sich nach dem Rücktritt von Cristiano Ronaldo aus Portugals Nati.
- Jesus betont, er habe CR7 gebeten zu bleiben, müsse den Entscheid aber akzeptieren.
- Gleichzeitig machte Jesus klar, dass Ronaldo für Portugal immer ein Vorbild bleibe.
Portugals Nationaltrainer Jorge Jesus (72) hat sich erstmals zum Rücktritt von Cristiano Ronaldo (41) geäussert. Der Superstar hatte am Donnerstag in einem emotionalen Video sein Karriereende in der Nati bekanntgegeben. Nach 234 Länderspielen ist Schluss.
Jesus betont gegenüber dem portugiesischen Sender «Canal 11», dass er mit dem Entscheid nichts zu tun habe. «Das ist alles seine Entscheidung», sagt er.
Man habe schon vor der ersten Nomination über das Thema gesprochen. Er habe Cristiano Ronaldo gebeten weiterzumachen, weil er ihn an seiner Seite brauche. «Aber ich muss seine Entscheidung akzeptieren», so der Trainer.
«Er ist ein Vorbild für die portugiesische Jugend»
Jesus würdigt auch die Verdienste des 41-Jährigen. «Er ist ein Vorbild für die portugiesische Jugend», sagt er. Die meisten von Ronaldos Fans seien jung.
Der Trainer kennt den Stürmer gut: Beide arbeiteten ein Jahr lang bei Al-Nassr zusammen. Im Auditorium der Nationalmannschaft liess Jesus ein grosses Bild von Cristiano Ronaldo aufhängen. Die jungen Spieler sollen ihn dort als Vorbild vor Augen haben.

Zum Schluss wird Jesus noch einmal deutlich: «Er wird für immer einen Platz in den Herzen der Portugiesen und in der Nationalmannschaft haben. Daran lässt sich nichts ändern.»
Übrigens: Laut Medienberichten informierte Ronaldo vor der Rücktritts-Bekanntgabe den Verbandspräsidenten Pedro Proença, nicht aber Jesus.
Der Streit, der dem Rücktritt vorausging
Ronaldo hatte Ende September über Nacht das Teamquartier in Kopenhagen verlassen. In Norwegen war er beim 2:1 nicht eingesetzt worden, auch gegen Dänemark sollte er nicht in der Startelf stehen. Eine Woche später rechnete er auf Instagram mit dem Trainer ab.
Jesus habe sein Wort gleich zweimal gebrochen, schrieb er. «Ich beschloss, das Trainingslager zu verlassen, ohne auf einen weiteren Wortbruch zu warten.» Der Trainer habe ihm in Norwegen einen Einsatz von 30 Minuten zugesagt, Ronaldo blieb aber 90 Minuten auf der Bank.
Vor dem Dänemark-Spiel habe Jesus zudem versprochen, an der Pressekonferenz offen über die Hintergründe zu sprechen. Stattdessen sei er aggressiv und überheblich aufgetreten.
Ronaldo entschuldigte sich bei seinen Mitspielern und bot an, weiter für Portugal zu spielen. Der Verband sperrte ihn für 30 Tage. Jesus reagierte damals zurückhaltend.
Er habe die Mitteilung gelesen und habe nichts zu sagen. Die Tür liess er offen: «Wenn er will, kehrt er in die Nationalmannschaft zurück.»
Portugal spielt im November erstmals ohne Cristiano Ronaldo
Portugal muss im November erstmals ohne seinen Rekordtorschützen auskommen. Die Nations-League-Viertelfinals sind bereits sicher.
In der Gruppenphase warten noch Dänemark (14. November) und Wales (17. November).



















