Ronaldo in der Kritik – Ex-ManUnited-Trainer: «Im Stich gelassen»
Die Rückkehr von Cristiano Ronaldo zu Manchester United wurde zu einer herben Enttäuschung. Sein damaliger Trainer Erik ten Hag übt nun scharfe Kritik.

Das Wichtigste in Kürze
- Ex-ManUnited-Trainer Erik ten Hag (56) übt scharfe Kritik an Cristiano Ronaldo (41).
- Der Portugiese habe die Red Devils mit seinem Saudi-Wechsel «im Stich gelassen».
- Auch die Professionalität und Trainings-Einstellung des Portugiesen kritisiert der Holländer.
Mit Manchester United wird die Karriere von Cristiano Ronaldo stets fest verbunden sein: Bei den Red Devils stieg der Portugiese einst zum Weltstar auf. Mit ManUnited holte er seinen ersten Champions-League-Titel, drei englische Meistertitel und 2008 auch erstmals den Ballon d’Or.
2009 wechselte der heute 41-Jährige zu Real Madrid, zwölf Jahre später kehrte er von Juventus zurück nach Manchester. Doch das zweite England-Gastspiel wurde zur Farce: Nach einer verweigerten Einwechslung und einem explosiven Interview bei Piers Morgan verliess er Manchester im Dezember 2022 nach Saudi-Arabien.

In seinem Interview kritisierte der Portugiese nicht nur den Klub, sondern auch den damaligen Trainer Erik ten Hag. Der Holländer war damals keine sechs Monate im Amt, hielt sich letztlich noch knappe zwei Jahre. Und nun tritt ten Hag in einem Interview mit «The Athletic» gegen Cristiano Ronaldo nach.
Fehlte bei Cristiano Ronaldo die Fitness?
«Er hat die Mannschaft im Stich gelassen, und er hat mich im Stich gelassen. Denn wir hatten mit ihm geplant», findet der 56-Jährige deutliche Worte für den Wüsten-Wechsel des Portugiesen. Und er erhebt schwere Vorwürfe gegen die Professionalität des Ex-Superstars.

Ronaldo habe im Training bei Einheiten gefehlt und auch nicht die erforderliche Herzfrequenz erreicht. Ten Hag schildert die Konfrontation mit dem Portugiesen: «Ich sagte immer wieder: ‹Alle arbeiten, dich in die richtige Position zu bringen, aber wenn du nicht im Strafraum bist, schiesst du keine Tore›.»
«Er hatte sich nicht vorbereitet»
Dazu sei der Portugiese aber damals aus Fitness-Gründen schon nicht mehr in der Lage gewesen. «Er konnte es einfach nicht. Er lief weder mit noch ohne Ball. Der Grund dafür war, dass er sich nicht vorbereitet hatte», so das vernichtende Urteil des Holländers.

Ten Hag – mit Twente zuletzt siegreich gegen den FC Thun – verteidigt seinen Umgang mit Ronaldo. «Natürlich ist er einer der besten Fussballer aller Zeiten. Ich habe ihn sehr respektiert. Aber damals musste ich als Trainer eine rationale Entscheidung treffen», so der Holländer.
















