Max Verstappen hadert: «Der Motor entscheidet selbst, was er macht»
Max Verstappen fährt in Mexiko zwar zum dritten Sieg in vier Rennen. Trotzdem hadert der Holländer nach dem Rennen mit seinem Red-Bull-Motor.

Das Wichtigste in Kürze
- Max Verstappen war trotz drei Siegen in vier Rennen mit seinem Red-Bull-Renner in Mexiko unzufrieden.
- Der Holländer haderte mit dem unvorhersehbaren Verhalten des Motors – der «entscheidet selbst, was er macht».
- Der vierfache Weltmeister witzelt: «Vielleicht muss ich mal ein ernstes Wörtchen mit dem Motor reden.»
Eigentlich hätte Max Verstappen allen Grund, mit seinem Red-Bull-Renner zufrieden zu sein: Der Holländer hat drei der letzten vier Grands Prix für sich entschieden, darunter auch erstmals den Singapur-GP. Zuletzt gewann der vierfache Weltmeister zum bereits sechsten Mal in Mexiko.
Aber trotz der massiven Aufwärts-Tendenz bei seinem Team war Verstappen nach dem Mexiko-Erfolg nicht zufrieden. Denn im Rennen klagte der Red-Bull-Star immer wieder über seltsames Verhalten bei seinem Antriebsstrang. Die Motorbremse verhalte sich völlig unvorhersehbar, so die Beschwerde.

An der Medienkonferenz nach dem Rennen ging der Holländer ins Detail. «Es passiert völlig zufällig», klagte der vierfache Weltmeister. «Ehrlich gesagt entscheidet der Motor einfach selbst, was er machen will. Ich weiss es nicht», so Max Verstappen.
Max Verstappen will «mal mit dem Motor reden»
Angesichts des Erfolgslaufs war der sonst oftmals streitbare Verstappen diesmal aber zu Scherzen aufgelegt. «Vielleicht muss sich das nächste Mal vor dem Rennen mal ein ernstes Wörtchen mit dem Motor reden. Vielleicht sollte er sich besser benehmen», witzelte der Holländer.

Eine wirkliche Erklärung für das unvorhersehbare Verhalten hat er aber nicht auf Lager. «Wir wissen es nicht, manchmal passiert es einfach. Es ist nicht sehr konstant», erklärt der Holländer. «Aber hier läuft alles so heiss, auch der Turbolader – da ist es schwierig, alles richtig hinzubekommen.»
Red-Bull-Teamchef Mekies stolz auf Start-Fortschritt
Teamchef Laurent Mekies gibt ebenfalls zu, dass Red Bull beim Motor noch offene Fragen beantworten muss. Ein positiver Aspekt war in Mexiko aber, dass die Start-Schwäche zumindest teilweise behoben zu sein schien. Verstappen kam bei beiden stehenden Starts hervorragend weg.
«Wir wissen, dass wir nicht der Massstab sind, was die Starts betrifft», so Mekies. «In Milton Keynes wird mit Hochdruck daran gearbeitet, die Starts mit dem, was wir dieses Jahr haben, zu verbessern. Einen Teil dieser Fortschritte haben wir in Mexiko gesehen.

Als gelöst sieht man das Start-Problem bei Red Bull aber noch nicht an. «Bedeutet das, dass wir in jedem Rennen einen perfekten Start oder einen Start wie heute hinlegen werden? Nein», stellt Mekies klar. «Aber es bedeutet, dass wir weiterhin versuchen werden, uns mit dem, was wir haben, zu verbessern.»
















