Wegen des Coronavirus wollen die Sozialistische Partei und eine Metallarbeiter-Gewerkschaft die Austragung in Brasilien stoppen. Kolumbien und Argentinien sind bereits abgesprungen.
Das Arena Fonte Nova Stadion ist 2019 mit Bannern für die Copa America vorbereitet. Brasiliens Oberster Gerichtshof hat eine ausserordentliche Sitzung angekündigt, um über die diesjährige Austragung zu urteilen. Foto: Eraldo Peres/AP/dpa
Das Arena Fonte Nova Stadion ist 2019 mit Bannern für die Copa America vorbereitet. Brasiliens Oberster Gerichtshof hat eine ausserordentliche Sitzung angekündigt, um über die diesjährige Austragung zu urteilen. Foto: Eraldo Peres/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Brasiliens Oberster Gerichtshof hat für den 10.

Juni eine ausserordentliche Sitzung angekündigt, um über die Austragung der Copa América in dem südamerikanischen Land zu urteilen.

Der Fall werde in einer virtuellen Vollversammlung des Plenums analysiert, hiess es in einer Mitteilung des Gerichts. Richterin Carmen Lucia, die die Verhandlung anberaumt hatte, sagte angesichts des Turnierstarts am kommenden Sonntag, dass der Fall mit ausserordentlicher Dringlichkeit behandelt werden müsse.

Die Brasilianische Sozialistische Partei und eine Metallarbeiter- Gewerkschaft hatten den Antrag eingebracht. Sie argumentieren, dass Brasilien keine internationalen Sportveranstaltungen ausrichten solle, solange wegen der Corona-Pandemie Massnahmen zur sozialen Distanzierung gefordert sind.

Wenige Wochen vor Beginn des Turniers waren zunächst Kolumbien und dann Argentinien als ursprünglich vorgesehene Ausrichter abgesprungen. In Kolumbien kommt es seit Monaten zu blutigen Protesten gegen die Regierung, Argentinien wurde zu Beginn des Winters auf der Südhalbkugel von der zweiten Welle der Corona-Pandemie hart getroffen. Daraufhin verlegte der südamerikanische Fussball-Verband Conmebol die Südamerikameisterschaft in den Corona-Brennpunkt Brasilien, was zu breiter Kritik führte.

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