Wird Patrick Fischer nach IIHF-Urteil auch in der Schweiz gesperrt?
Der Eishockey-Weltverband verhängt über Ex-Nati-Coach Patrick Fischer eine Sperre bis 2030. In der Schweiz dürfte er noch trainieren – ändert sich das noch?

Das Wichtigste in Kürze
- Patrick Fischer wird vom Eishockey-Weltverband IIHF für vier Jahre gesperrt.
- In der Schweiz dürfte der Ex-Nati-Trainer aber bei einem Klub arbeiten.
- Ändert sich das? Swiss Sport Integrity prüft den Fall aktuell noch.
Die IIHF hat am Donnerstag harte Konsequenzen in der Causa Patrick Fischer gezogen: Der ehemalige Hockey-Nati-Trainer wird wegen Urkundenfälschung seines Corona-Impfzertifikats für vier Jahre gesperrt.
Fischer hatte seinen Impfstatus vorgetäuscht, um mit der Hockey-Nati an die Olympischen Winterspiele nach Beijing reisen zu können. China hatte während der Pandemie strenge Vorschriften erlassen; Verstösse wurden hart geahndet.

Vor der Heim-WM in diesem Jahr flog sein Schwindel auf, nachdem sich der 50-Jährige bei einem SRF-Dreh verplappert hatte. Unter dem öffentlichen Druck knickte Swiss Ice Hockey nach anfänglicher Rückendeckung ein: Kurz vor der WM musste Patrick Fischer seinen Posten räumen, Jan Cadieux führte die Nati zu WM-Silber.
Wird Patrick Fischer auch in der Schweiz gesperrt?
Für sein Vergehen hat die IIHF den Schweizer bis 2030 als Nationaltrainer gesperrt. Auf Klub-Ebene dürfte Fischer aber als Trainer arbeiten – auch in der Schweiz. Doch das könnte sich zeitnah ändern.
Swiss Sport Integrity hat noch nicht entschieden, ob Fischer auch in der Schweiz vom Traineramt ausgeschlossen wird: Auf Nachfrage von Nau.ch betont SSI-Direktor Ernst König, dass man sich mit der Sache erst noch befassen muss.

«Swiss Sport Integrity hat den Entscheid der IIHF ebenfalls erhalten und wird ihn nun rechtlich würdigen», erklärt König. «Weitere Informationen für die Öffentlichkeit folgen nach Abschluss des Falls.»












