Patrick Fischer: «Ich habe schon Frieden damit geschlossen»
Rund vier Monate nach seiner Entlassung als Hockey-Nati-Trainer spricht Patrick Fischer (50) über die Ereignisse rund um sein gefälschtes Covid-Zertifikat.

Das Wichtigste in Kürze
- Im April wurde Patrick Fischer als Cheftrainer der Hockey-Nati entlassen.
- Er reiste 2022 mit gefälschtem Covid-Zertifikat an die Olympischen Spiele.
- Heute sagt er: «Ich kann nicht böse sein.»
Wenigen Wochen vor der Eishockey-WM im eigenen Land wurde Patrick Fischer als Headcoach freigestellt. Zu gross wurde der öffentliche Druck, nachdem bekannt wurde, dass er 2022 mit einem gefälschten Covid-Zertifikat an die Olympischen Spiele gereist war.
Gut vier Monate später blickt Fischer auf die schwierige Zeit zurück. In einem Interview mit «Blick» sagt der 50-Jährige: «Ich habe schon Frieden damit geschlossen. Ich kann auf zehn unglaubliche Jahre zurückblicken, die etwas vom Schönsten waren, das ich je erlebt habe. Sportlich und menschlich. Das überwiegt heute.»

Natürlich habe er sich nach fast zehn Jahren als Nati-Trainer einen anderen Abgang gewünscht. Fischer «Ich hätte gerne mit Freudentränen den WM-Titel gefeiert. Aber ich für mich kann einen Haken dahinter setzen. Ich bin stolz darauf, was uns mit der Mannschaft gelungen ist.»
Kehrt Patrick Fischer als Trainer zurück?
Als Opfer einer Hetzkampagne habe er sich nicht gefühlt. «Ich weiss, wie die Medien funktionieren. Deswegen kann ich nicht böse sein», so der Zuger. Auch gegen den Verband und dessen damaligen Präsidenten Urs Kessler hegt Fischer keinen Groll.

Ob man den langjährigen Nati-Coach künftig wieder an der Bande sehen wird? «Wer weiss», so Fischer im Interview weiter, «eines Tages vielleicht. Es gab interessante Angebote.» Jetzt möchte er sich erstmals einem Herzensprojekt widmen, bei dem es darum gehen, «anderen Menschen dabei zu helfen, ihre Träume und Ziele zu erreichen.»












