Tiefes Skigebiet Nollen ZG erhält neuen Lift – hoffen auf Schnee
Das auf rund 765 Metern über Meer gelegene Skigebiet Nollen in Unterägeri ZG wird um einen Kinderlift erweitert. Das war nur «mit viel Herzblut» möglich.

Das Wichtigste in Kürze
- Das Skigebiet Nollen erhält einen neuen Kinderlift, obwohl es eher klein ist und tief liegt.
- Doch laut der Betreiberin reichen «12 Betriebstage mit genügend Schnee», um die wirtschaftlichen Kosten zu decken.
- Der neue Lift kam demnach «mit viel Herzblut» zustande.
Tiefer gelegene Skigebiete haben es durch den Klimawandel schwer. Immer weniger Naturschnee setzt sie unter Druck und führt zu Planungsschwierigkeiten.
So muss etwa das Glarner Bergdorf Braunwald den Skibetrieb einstellen. Eine strategische Neuausrichtung ist laut der Sportbahnen Braunwald AG nötig.
Doch dass es auch anders geht, scheint das Skigebiet Nollen in Unterägeri ZG zu zeigen. Dieses liegt auf einer Höhe von rund 765 Metern über Meer.
Kinderlift soll bis zu 720 Personen pro Stunde befördern
Denn es gibt einen neuen Skilift, wie aus einer Medienmitteilung der Skilift Nollen AG hervorgeht: «Nach Saisonende erfolgte der Abbau des alten Lifts und der Aufbau der neuen Anlage ist mittlerweile in vollem Gange.»
Dies hätten auch Helferinnen und Helfer «mit viel Herzblut, Zeit und tatkräftigem Einsatz» möglich gemacht.
Laut «Zentralplus» handelt es sich um einen neuen Kinderlift, der eine Saison später als erwartet komme. Mit diesem könnten stündlich bis zu 720 Personen befördert werden.
200 Stunden unentgeltliche Arbeit
Demzufolge habe es die AG geschafft, die auf 225’000 Franken berechneten Gesamtkosten auf 167’000 Franken zu reduzieren. 150’000 Franken davon hatte schon früher der Gemeinderat Unterägeri zugesichert.
Dass der neue Skilift günstiger ausfällt, sei nebst besser ausgehandelten Konditionen mit dem Hersteller und den Installationspartnern auch Gönnern und kostenlosen Materiallieferungen zu verdanken.
Einen grossen Anteil hätten aber eben auch freiwillige Helferinnen und Helfer, die rund 200 Stunden unbezahlte Arbeit geleistet hätten.
12 Betriebstage machen Nollen wirtschaftlich kostendeckend
Doch lohnt sich diese Investition für so ein kleines Skigebiet?
Mark Zumbühl vom Verwaltungsrat der Skilift Nollen AG erklärt gegenüber «Zentralplus»: «12 Betriebstage mit genügend Schnee machen den Nollen wirtschaftlich kostendeckend. Die Saison 25/26 brachte 13 bis 14 solcher Betriebstage hervor.»
Der Vorteil des Skigebiets laut Zumbühl: Seine Lage als Schattenloch. Dennoch sei auch die Zukunft von Nollen ungewiss.













