EHC Thun schlägt Wetzikon und sichert Playoff-Quali

Jan Siegrist
Jan Siegrist

Thun,

Dem EHC Thun fehlte vier Runden vor Quali-Ende noch ein Sieg für die Playoff-Quali. Diesen wollte man sogleich im Heimspiel gegen Wetzikon holen.

EHC Thun
Dem EHC Thun fehlte noch ein Sieg zur direkten Playoff-Quali. (Archivbild) - May Garressus

Das Wichtigste in Kürze

  • Der EHC Thun und der EHC Wetzikon liefern sich ein Kampfspiel.
  • Am Ende gewinnen die Hausherren verdient mit 3:1.
  • Die Thuner sind dank dem Sieg definitiv in den Playoffs mit dabei.

Am vergangenen Wochenende konnte der EHC Thun die Distanz auf den Strich auf zehn Punkte erhöhen. Noch ein einziger Sieg fehlte vier Runden vor Ende der Qualifikation zur direkten Playoff-Quali. Das Erreichen des ersten Saisonziels war am Samstag also zum Greifen nah.

Am Samstag mit dabei waren auch drei Spieler, die bereits am Freitag im Einsatz standen: Niclas Beusch, Dominik Gyger und Darren Boss. Alle drei spielten mit dem Partnerverein EHC Visp auswärts gegen den EHC Basel.

EHC Thun startet dominant

Von Müdigkeit ist bei den Dreien gar nichts zu sehen. Die Thuner drücken dem Spiel von Beginn weg ihren Stempel auf. Bereits früh lenkt Bärtschi gefährlich, aber am Tor vorbei, ab. Wetzikon-Goalie Wieczorek wäre vermutlich chancenlos gewesen.

Auch in der nächsten Szene ist Bärtschi wieder beteiligt. Der Flügel stiehlt die Scheibe und zieht alleine auf Wieczorek los, der die Überhand behält.

EHC Thun
Michael Bärtschi hat die ersten Chancen für den EHC Thun. (Archivbild) - May Garressus

Nur eine Zeigerumdrehung später laufen Stefan Spinell und Yannick Gugelmann eine Zwei-gegen-Eins-Situation. Spinell spielt quer, Gugelmann legt herrlich zurück und Spinell netzt zur Führung ein.

Die Thuner bleiben im Anschluss drückend überlegen und erspielen sich die nächsten Chancen. Wetzikon kommt kaum hinten raus. Gerade einmal drei Schüsse muss Thun-Goalie Stephan Küenzi im ersten Drittel abwehren.

Beiden Teams ist die Wichtigkeit dieses Spiels anzumerken. So kommen bereits früh die ersten Emotionen und Mätzchen ins Spiel. Mit dem 1:0 zur ersten Pause sind die Gäste aus Wetzikon gut bedient.

Wetzikon gleicht in doppelter Überzahl aus

Im Mitteldrittel kämpfen sich die Zürcher besser rein und gestalten das Spielgeschehen ausgeglichener. Die erste Chance im zweiten Drittel gehört dennoch dem EHC Thun. Yannick Gugelmann scheitert im Slot an Wieczorek.

Nach Spielmitte scheitert Spinell solo am Wetziker Goalie. Auch Wirbelwind Philip Schaerz und im Nachschuss Yannick Gugelmann verpassen das mittlerweile überfällige zweite Tor.

Fünf Minuten vor dem Ende des zweiten Drittels weilen gleich zwei Thuner Akteure auf der Strafbank. Die drei Thuner wehren sich eine Minute lang hervorragend, bis der Damm bricht. Noah Siren gleicht für den EHC Wetzikon aus.

EHC Thun
Der EHC Thun muss im Mitteldrittel den Ausgleich hinnehmen. (Symbolbild) - May Garressus

Karrer muss unter die Dusche

Mit ausgeglichenem Spielstand geht es ins entscheidende Drittel. In diesem gehört die erste heisse Szene dem EHC Wetzikon, allerdings nicht im positiven Sinn. Severin Karrer kassiert nach 43 Minuten eine Spieldauerdisziplinarstrafe.

Was war passiert? Karrer und Gilles Buff bearbeiten sich vor dem Wetziker Tor. Karrer haut dem ehemaligen Wetziker in Thuner Diensten mit voller Wucht eine Faust ins Gesicht. Völlig logisch, dass der Übeltäter dafür unter die Dusche geschickt wird.

Gauch trifft nach fast fünf Minuten Powerplay

In den darauffolgenden fünf Minuten Überzahl verdienen sich die Thuner dann lange Zeit keine Lorbeeren. Das Powerplay harzt im dümmsten Moment. Die Berner Oberländer können kaum Druck aufbauen.

Als die Gäste die fünf Minuten Unterzahl beinahe schon überstanden haben, schlägt der EHC Thun dann doch noch zu. Gugelmann legt für Luca Gauch auf, der Wiezcorek mit einem Flachschuss bezwingt.

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Luca Gauch erzielt das überfällige zweite Tor für den EHC Thun. (Archivbild) - May Garressus

Im Anschluss halten die Kyburgstädter das Geschehen weitestgehend vom eigenen Tor fern. Die Gäste kassieren drei Minuten vor dem Ende eine Team-Strafe wegen Spielverzögerung und reduzieren ihre Ausgleichschance.

20 Sekunden vor der Schlusssirene trifft Stefan Spinell noch ins leere Tor und besorgt den 3:1-Endstand. Für Spinell ist es der zweite Torerfolg des Abends.

EHC Thun fix für Playoffs qualifiziert

Der EHC Thun ringt den EHC Wetzikon in einem vom Kampf betonten Spiel verdient zu Boden. Dank den drei Punkten sind die Thuner nun fix in den Playoffs mit dabei.

Weil gleichzeitig Dübendorf in Bülach verliert, liegen die Oberländer neu sogar auf Rang vier. Dieser würde am Ende der Quali das Heimrecht im Playoff-Viertelfinal bedeuten.

Am kommenden Mittwoch reisen die Berner Oberländer zum amtierenden Meister EHC Seewen. Gegen die Innerschweizer verloren die Thuner in dieser Saison beide Direktduelle. Beide Male war man allerdings nahe dran an der Überraschung.

EHC Thun
Die Partner des EHC Thun. - zvg

Kommentare

User #3333 (nicht angemeldet)

Guter Matchbericht Herr Siegrist, danke dafür. Ich bewundere Sie, dass Sie keine Bemerkung über die unterirdische, grottenschlechte Leistung der Unparteiischen, allen voran der Headschiedsrichter, gemacht haben. Das zeugt von Selbstbeherrschung ;-)

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