EHC Thun fegt die Pikes vom Eis
Nach zuletzt zwei Niederlagen war für den EHC Thun ein Sieg in Romanshorn Pflicht. Das Rennen um die Playoff-Qualifikation geht in die Zielgeraden.

Das Wichtigste in Kürze
- Der EHC Thun gibt sich beim Tabellenletzten keine Blösse.
- Im Mitteldrittel sind die Berner Oberländer gleich fünfmal erfolgreich.
- Am Wochenende steht ein wichtiges Heimspiel an.
Mit sechs Punkten Vorsprung auf den Strich geht der EHC Thun in die letzten sechs Quali-Spiele. Am Mittwoch stand eine lange Reise nach Romanshorn an. Die Berner Oberländer waren zu Gast bei den Pikes Oberthurgau.
Der Aufsteiger liegt mit zwölf Punkten abgeschlagen am Tabellenende. Die Ostschweizer konnten allerdings in den letzten Spielen regelmässig punkten. Die Hälfte ihrer Zähler sicherten sich die Thurgauer in den letzten fünf Partien.
Die Thuner traten in Romanshorn mit einem dezimierten Line-up an. Nicola Christen hat sich im letzten Spiel verletzt und wird vermutlich länger ausfallen. Philip Schaerz fehlte krankheitshalber. Ebenfalls nicht mit dabei waren die Neu-Rekruten Lian Häsler und Loic Luder.
Pikes gleichen in Unterzahl aus
Die erste Chance des Spiels gehört dem Underdog. Lionel Rohner scheitert nach vier Minuten im Slot an Louis Wehrli. Der junge Goalie vom EHC Biel kam zu seinem dritten Einsatz beim EHC Thun in dieser Saison.
Zu Drittelsmitte kommen die Gäste aus dem Berner Oberland zum ersten Powerplay. Als die Strafe gerade abläuft, bedient Michellod diagonal durch den Slot Gugelmann, der zur Führung trifft. Es ist das 50. Tor für Yannick Gugelmann im Trikot des EHC Thun.

Kurz darauf dürfen die Thuner bereits wieder in Überzahl agieren. Die Pikes schnappen sich dieses Mal aber die Scheibe und ziehen los. Siro Schwitter überwindet Wehrli und sorgt für den Shorthander.
Ein 1:1 zur ersten Pause wäre gar nicht nach dem Geschmack der Thuner. Eine Minute vor der Sirene bringt Michael Bärtschi auf Zuspiel von Pascal Rossel sein Team wieder in Führung.
EHC Thun brilliert im Mitteldrittel
Mit dem knappen Vorsprung geht es ins Mitteldrittel. In diesem drehen die Berner Oberländer dann mal so richtig auf. Verteidiger Schweingruber erzielt nach nur 25 Sekunden das dritte Tor.
Noch vor Spielmitte erhält Gyger zu viel Platz und trifft eiskalt zum 1:4. Sekunden nach dem Wiederanspiel vergeben die Pikes eine Doppelchance. Wehrli pariert zweimal hervorragend.

Danach rollt der Thuner Express aber bereits wieder weiter. Erst trifft Leni Michellod im Powerplay, dann erhöht Verteidiger Beusch auf 1:6. Zum Abschluss eines hervorragenden Mitteldrittels trifft Michellod erneut in Überzahl.
Ungefährdeter Sieg
Das Schlussdrittel ist danach rasch erzählt. Ungemach trifft nach zwei Zeigerumdrehungen für die Pikes. Zwei Minuten später wirbelt Bärtschi durch die Thurgauer Hintermannschaft und schiebt zum 2:8 ein.
Im Anschluss schalten die Gäste einen Gang zurück. Die Pikes lassen sich keineswegs hängen und kämpfen bis zum Schluss. Am Ende ist der Qualitätsunterschied aber schlicht zu gross.

Der EHC Thun nimmt ungefährdet einen 2:8-Auswärtssieg mit nach Hause. Mit den drei Punkten rücken die Thuner in der Tabelle näher an Dübendorf auf Rang vier heran. Die Zürcher haben ein Spiel mehr bestritten und haben nur noch drei Zähler Vorsprung.
Wichtiges Heimspiel am Samstag
Von hinten lauern der EHC Frauenfeld und der SC Langenthal auf ihre Chance. Langenthal über dem Strich liegt sechs, Frauenfeld knapp unter dem Strich sieben Punkte hinter dem EHC Thun.
Am kommenden Wochenende steht nun der packende Playoff-Fight mit dem SC Langenthal an. Die Oberaargauer sind ab 17.15 Uhr zu Gast im Grabengut. Es wird für beide Teams ein wegweisendes Spiel sein.













