Mit der Rückkehr von Fabian Boss konnte der EHC Thun am Mittwoch nach langer Zeit wieder einmal mit zwölf Stürmern agieren.
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Nico Schertenleib bekam einen Schuss ins Gesicht und fehlte dem EHC Thun fortan. (Archiv) - Brigitte Münger
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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Personalsituation beim EHC Thun scheint sich allmählich ein wenig zu entspannen.
  • Am Mittwochabend trafen die Thuner im Heimspiel auf die Düdingen Bulls.

Mitte Oktober siegte der EHC Thun gegen den SC Lyss auswärts mit 0:5. Mitte Oktober war es auch, als die Berner Oberländer letztmals mit vier kompletten Linien auflaufen konnte.

In den darauffolgenden sechs Partien musste Daniel Steiner stets mit weniger als zwölf Stümern agieren. Trotz der Verletzungsmisere holten die Kyburgstädter aus den sechs Partien elf Punkte.

Headcoach Daniel Steiner erklärt: «Wir mussten lange warten auf ein volles Line-up. Nun können wir die Kräfte besser verteilen und haben im Spiel mehr Möglichkeiten. Nichtsdestotrotz fehlen dem EHC Thun weiterhin sechs Spieler verletzungsbedingt.

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Fabian Boss kehrte nach intensiver Weiterbildung ins Line-up des EHC Thun zurück. (Archiv) - Brigitte Münger

Die guten Resultate lassen die Berner Oberländer seit geraumer Zeit von Rang zwei der Tabelle grüssen. Ein wenig anders sieht die Lage beim Gast am Mittwochabend aus. Die Düdingen Bulls reisten als Tabellen-Neunter ins Grabengut.

Die Freiburger haben sich nach schwachem Saisonstart gefangen und konnten zuletzt häufiger Siege einfahren. Unter anderem schlugen die Bulls im Oktober den EHC Thun gleich mit 7:4. Dass Düdingen ein komplizierter Gegner für Thun sein kann, ist aus den vergangenen Jahren hinlänglich bekannt.

EHC Thun: Kein einfaches Spiel

Ähnliches konstatiert der Thuner Headcoach Daniel Steiner auch nach dem Spiel am Mittwoch wieder: «Durch die Spielweise von Düdingen war es kein einfaches Spiel für uns. Sie versuchen oft zu spekulieren und uns so zu erwischen.»

Dabei spielten es die Thuner im ersten Drittel ganz gut. Nach elf Minuten enteilen Gugelmann und Messerli bei einem schnellen Gegenstoss. Gugelmann bedient Messerli mit einem Steilpass und dieser trifft zur Führung.

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Daniel Steiner ist zufrieden mit dem Resultat seines EHC Thun. (Archiv) - Brigitte Münger

Im Mitteldrittel lassen die Berner Oberländer die eine oder andere Chance zum 2:0 liegen, ehe Düdingen ausgleicht. Topscorer Bryan Abreu de Nobrega bezwingt Thun-Goalie Stephan Küenzi im Eins-gegen-Eins. Bereits wenige Augenblicke zuvor konnte ein Düdinger alleine aufs Thuner Tor fahren.

Im Anschluss verhält sich das Spielgeschehen ausgeglichen. Erst im letzten Drittel können die Thuner im Powerplay wieder in Führung gehen. Fabian Haberstich bedient Michael Bärtschi im Slot, welcher die Schaufel nur noch hinhalten muss.

Küenzi hält den Sieg fest

Sechs Minuten vor dem Ende erhöht Gil Reymondin nach einem Abstauber auf 3:1. Der EHC Thun kann die Zwei-Tore-Führung nur 75 Sekunden lang verteidigen. Die Düdinger verkürzen im Powerplay – wieder war es Abreu de Nobrega.

Am Ende müssen die Oberländer noch einmal zittern und sich bei Stephan Küenzi bedanken. Der Thun-Goalie vereitelt die eine oder andere dicke Chance der Freiburger. So jubelt die Mannschaft erneut über drei Punkte. «Ich bin froh konnten wir die drei Punkte holen, aber momentan spielen wir nicht unser bestes Hockey», bemängelt Steiner.

Dank dem zweiten Heimsieg innert fünf Tagen liegt die Mannschaft von Daniel Steiner nun an der Tabellenspitze. Nach dem Duell mit Düdingen reist der EHC Thun ins Bündnerland.

Am Samstag treffen die Oberländer auswärts auf den EHC Chur. «Chur ist ein Top-Drei-Team. Es braucht sicherlich eine Leistungssteigerung von uns, wenn wir punkten wollen», gibt Steiner die Marschroute bekannt.

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