Der EHC Thun mischt weiterhin ganz vorne in der MyHockey League mit. Am Samstagabend gegen Frauenfeld sollte der nächste Dreier folgen.
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Nicola Christen und der EHC Thun empfingen am Samstag den EHC Frauenfeld. - Brigitte Münger
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Das Wichtigste in Kürze

  • Dem EHC Thun läuft es in dieser Saison bisher wie geschmiert.
  • Die Mannschaft von Daniel Steiner überzeugt mit temporeichem Eishockey.
  • Gegen Frauenfeld wollten die Thuner an die guten Leistungen anknüpfen.

Im ersten Aufeinandertreffen des EHC Thun und dem EHC Frauenfeld sahen die Zuschauer ein ziemliches «Gewurstel». Die favorisierten Berner Oberländer taten sich damals – Mitte September – beim Saisonauftakt in Frauenfeld schwer.

Am Ende siegten die Thuner knapp mit 2:1 und sicherten sich den Auswärtssieg. Dass die Ostschweizer trotz der Niederlage als Playoff-Kandidat gelten, schien damals mehr als sicher. Zu gefestigt und mit klarer Philosophie trat die Mannschaft von Trainer Andy Küng auf.

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Stephan Küenzi – Goalie des EHC Thun – ist derzeit statistisch der viertbeste Goalie der MHL. (Archiv) - Brigitte Münger

Rund zwei Monate und 13 Spiele später sieht die Situation etwas anders aus. Der EHC Frauenfeld konnte seine Philosophie in der MyHockey League bis anhin noch nicht bestätigen. Der Aufsteiger reiste als Schlusslicht der Tabelle nach Thun ins Grabengut.

EHC Thun führt nach 57 Sekunden

Vor Puck-Einwurf ehrt der EHC Thun seinen Spieler Gil Reymondin. Der Center hatte vor zwei Wochen sein 100. Spiel gemacht und wurde dafür gewürdigt. Reymondin ist es auch, der wenige Minuten – besser gesagt Sekunden – das erste Tor erzielt.

Nach gerade einmal 57 gespielten Sekunden erzielt er die frühe 1:0-Führung auf Pass von Fabian Haberstich und Nicola Christen. Die erste Thuner Sturmlinie ist es auch, die im ersten Drittel offensiv für die Musik sorgt.

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Gil Reymondin erzielt zwei Tore für den EHC Thun. (Archivbild) - Brigitte Münger

Haberstich, Christen als auch Reymondin vergeben aber allesamt je einen Hochkaräter. Die Frauenfelder ihrerseits melden sich immer wieder mit Gegenstössen. Vor allem mit der körperbetonten Spielweise des Tabellenletzten hat der EHC Thun seine liebe Mühe.

So gleicht Ex-Profi Tom Gerber für die Ostschweizer nach fünf Minuten aus. Gegen Ende des Drittels gehen die Frauenfelder dann in Führung: Rémy von Allmen trifft nach sehenswerter Vorbereitung von Pascal Gemperli zur 2:1-Führung.

Haberstich gleicht aus

Auch im zweiten Drittel haben die Thuner Mühe und lassen dabei Chancen liegen. In Unterzahl haben die Berner Oberländer grosses Glück, dass die Ostschweizer nicht ein drittes Mal treffen. Nach 25 Minuten gleicht der EHC Thun im Powerplay aus.

Fabian Haberstich bezwingt Frauenfeld-Goalie Styger zwischen den Beinen. Für einige Minuten übernimmt die Mannschaft von Daniel Steiner das Kommando. Topscorer Michael Bärtschi und Christen versäumen es, die Führung zu erzielen.

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Am Ende freute sich der EHC Thun über den Sieg. - Brigitte Münger

Im Anschluss verläuft die Thuner Sturm- und Drangphase wieder im Sand. Die beiden Mannschaften begegnen sich auf Augenhöhe und gehen mit dem 2:2-Unentschieden zum zweiten Pausentee.

Rookie erzielt Game-Winning-Goal

Auch im letzten Drittel zeigen sich die Kyburgstädter wenig effizient und lassen das Tabellenschlusslicht weiter hoffen. In der 52. Minute gelingt Niclas Beusch dann das ersehnte 3:2. Für den Verteidiger, der aus dem eigenen Nachwuchs stammt, ist es das erste Tor im Dress des EHC Thun.

Gleichzeitig stellt Beusch’s Tor auch das Game-Winning-Goal dar. Bis zum Ende des Spiels trifft nur noch Dominik Gyger ins leere Tor.

Dank dem 4:2-Sieg vor toller Kulisse (573 Zuschauer) holen die Thuner weitere drei Punkte und bleiben vorne dabei. Am nächsten Mittwoch empfangen die Oberländer die Düdingen Bulls zum nächsten Heimspiel.

Gewinnt der EHC Thun nächsten Mittwoch gegen Düdingen?

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