Der ehemalige DFB-Präsident Theo Zwanziger sieht sich durch die Entscheidung des Fussball-Weltverbandes FIFA, das Verfahren im Zusammenhang mit dem WM-Sommermärchen 2006 wegen Verjährung nicht weiter zu verfolgen, in seiner Haltung bestätigt.
Theo Zwanziger, ehemaliger Präsident des Deutschen Fussball-Bundes. Foto: Boris Roessler/dpa
Theo Zwanziger, ehemaliger Präsident des Deutschen Fussball-Bundes. Foto: Boris Roessler/dpa - dpa-infocom GmbH
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Das Wichtigste in Kürze

  • Die rechtsprechende Kammer der unabhängigen Ethikkommission der FIFA hatte entschieden, das Verfahren gegen Zwanziger, den einstigen WM-Ok-Chef Franz Beckenbauer und den früheren DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt mit Verweis auf die Verjährung einzustellen.

«Das Ganze war von Anfang an absurd und willkürlich», sagte der 75-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Es zeige, «zu welchen Methoden» die FIFA unter ihren Präsidenten Gianni Infantino greife. «Jetzt ist die Blamage perfekt.»

Die rechtsprechende Kammer der unabhängigen Ethikkommission der FIFA hatte entschieden, das Verfahren gegen Zwanziger, den einstigen WM-Ok-Chef Franz Beckenbauer und den früheren DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt mit Verweis auf die Verjährung einzustellen.

Die Untersuchungskammer der FIFA-Ethikkommission hatte am 22. März 2016 ein Verfahren eingeleitet. Sie war zu dem Schluss gekommen, dass Beckenbauer, Zwanziger und Schmidt im Zusammenhang mit einer Zahlung von 10 Millionen Schweizer Franken an den damaligen FIFA-Vize Mohamed bin Hammam im Jahr 2002 gegen Art. 27 (Bestechung und Korruption) verstossen haben. Die deutschen WM-Macher hatten immer behauptet, dass diese Summe dazu diente, einen Organisationszuschuss vom Weltverband FIFA in Höhe von 250 Millionen Schweizer Franken abzusichern.

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