Kosovo-Konflikt

    Serbien verwehrt Boxern aus Kosovo Einreise zur WM

    DPA
    DPA

    Planet Erde,

    Das Veranstalterland Serbien hat den Boxern aus dem Kosovo die Einreise zur Weltmeisterschaft des Amateur-Weltverbands Aiba in Belgrad verwehrt.

    Serbien hat den Boxern aus dem Kosovo die Einreise zur Weltmeisterschaft des Amateur-Weltverbands Aiba in Belgrad verwehrt. Foto: Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpa
    Serbien hat den Boxern aus dem Kosovo die Einreise zur Weltmeisterschaft des Amateur-Weltverbands Aiba in Belgrad verwehrt. Foto: Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das heute fast ausschliesslich von Albanern bewohnte Kosovo hatte früher zu Serbien gehört.

    Die kosovarische Aussenministerin Donika Gervalla-Schwarz und Sportminister Hajrullah Ceku bestätigten in einem Brief an den Verband den Vorfall, wie Medien in Pristina berichteten. Die Sportler seien an der Grenze von den serbischen Behörden abgewiesen worden, weil sie Trainingsanzüge mit den kosovarischen Staatssymbolen trugen.

    Das heute fast ausschliesslich von Albanern bewohnte Kosovo hatte früher zu Serbien gehört. Nach einem bewaffneten Aufstand der Kosovo-Albaner und einer Nato-Intervention 1999 wurde das Land zunächst von den Vereinten Nationen (UN) verwaltet, ehe es sich 2008 für unabhängig erklärte.

    Spannungen haben sich verschärft

    Serbien ist bis heute nicht bereit, den Kosovo als eigenen Staat anzuerkennen, und verlangt die Rückgabe des kosovarischen Staatsgebietes. In den letzten Monaten haben sich die Spannungen zwischen den beiden Balkannachbarn verschärft, unter anderen, weil Serbien die kosovarischen Kfz-Kennzeichen nicht anerkennen will.

    In ihrem Brief an die Aiba schrieben die beiden kosovarischen Minister: «Wir bringen unsere grosse Besorgnis wegen der Diskriminierung unserer Box-Auswahl zum Ausdruck.» Als Mitglied des Weltverbands seit 2014 habe die kosovarische Mannschaft ein verbrieftes Recht, an der Weltmeisterschaft teilzunehmen.

    Diese findet in der serbischen Hauptstadt Belgrad statt. In einer Erklärung zu dem Vorfall mit den kosovarischen Boxern hielt der Weltverband fest: «Die Aiba erwartet, dass die Abordnung des Kosovo-Boxverbands in keiner Weise anders behandelt wird als die jedes anderen Aiba-Mitglieds.» Man habe den serbischen Verband kontaktiert, um eine Lösung herbeizuführen.

    Kommentare

    Weiterlesen

    x
    48 Interaktionen
    Drogeriekette in Bern
    SRG
    117 Interaktionen
    Cyberangriff auf SRG

    MEHR IN SPORT

    jashari
    229 Interaktionen
    Nati-Sieg
    3 Interaktionen
    Schanghai
    yakin
    5 Interaktionen
    Nations League
    1 Interaktionen
    Los Angeles

    MEHR KOSOVO-KONFLIKT

    Parlament
    19 Interaktionen
    Schweiz und Kosovo
    Kosovo 2001
    10 Interaktionen
    Vor Schweiz – Kosovo
    Serbien
    63 Interaktionen
    Keine Einigung
    Schweizer Nati
    19 Interaktionen
    Schweizer Nati

    MEHR AUS PLANET ERDE

    1 Interaktionen
    Catania
    8 Interaktionen
    Aden/Genf
    Aden
    Police
    Kontrolle verloren