Fast niemand hätte es erwartet: Box-Legende Floyd Mayweather konnten den YouTuber Logan Paul nicht K.o. schlagen. Beide gingen als Sieger hervor.
paul mayweather
Im Showkampf gegen Floyd Mayweather wollte sich Logan Paul nicht geschlagen geben. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Am Sonntag standen Logan Paul (26) und Floyd Mayweather (44) in Miami im Ring.
  • YouTube-Star Paul konnte bis zum letzten Gong in der achten Runde durchhalten.
  • Somit gehen beide als Sieger aus dem Showkampf.

Die Schramme neben dem linken Auge dürfte er gerne in Kauf nehmen: Youtuber Logan Paul (26) kann sich nach dem Showkampf gegen Box-Legende Floyd Mayweather (44) zum einen über Millionen-Einnahmen freuen.

Zum anderen kann er ordentlich mit seiner Leistung angeben. Schliesslich wurschtelte er sich in Miami gegen den Ex-Weltmeister in fünf verschiedenen Gewichtsklassen bis zum letzten Gong der achten Runde.

Viele Zuschauer hatten in den gut 30 Minuten einen K.o. des Anfängers erwartet. Weil es den nicht gab, konnten sich beide als Sieger sehen.

Paul Mayweather
Die Rivalen posierten vor dem Kampf für einen Fototermin.
Paul Mayweather
Logan Paul konnte bis zum Schluss durchhalten.
Paul mayweather
Mayweather wird nach dem Kampf interviewt.

«Niemand soll mir jemals wieder sagen, dass etwas unmöglich ist», sagte Paul euphorisiert ins Mikrofon, gab dann aber auch zu: «Ich werde heimfahren und mich fragen, hat er mich überleben lassen? Es war eine Ehre. Das ist das Coolste jemals.»

Mitunter fragwürdige auf Youtube veröffentlichte Videos haben Paul wie seinen jüngeren Bruder Jake zu einem Social-Media-Star werden lassen.

Logan Paul
Logan Paul zählt zu den erfolgreichsten Youtubern. - Instagram

Denn für ein gutes Geschäft ist Mayweather (Beiname: «Money») immer zu haben. «Bevor ich überhaupt ins Stadion gelaufen bin habe ich schon eine Million gemacht. Als ich mich in die Umkleide gesetzt habe, habe ich eine Million gemacht», berichtete Mayweather im Anschluss.

In seiner aktiven Zeit als Profi hat er zwar alle 50 Kämpfe gewonnen. Für manche Experten war er der beste Boxer der vergangenen Jahrzehnte. So richtig versilbert hat Mayweather seinen Ruf aber mit den Showkämpfen ausserhalb der Norm. Dieses Mal sollen es dem Vernehmen nach 50 bis 60 Millionen Dollar sein.

Mayweather sei nicht vom Unterhalten und Geldverdienen zurückgetreten

Vor dem Auftritt in Florida stand er zuletzt vor knapp vier Jahren mit dem irischen Mixed-Martial-Arts-Kämpfer Conor McGregor im Ring. Er besiegte diesen nach Boxregeln durch technischen K.o. vorzeitig.

«Ich bin zurückgetreten vom Boxen. Aber ich bin nicht zurückgetreten vom Unterhalten und Geldverdienen», sagte Mayweather.

Der Kampf selbst? Ein paar Treffer auf beiden Seiten, Mayweather zumeist abwartend, Paul schon nach drei Runden schwer am Pumpen.

Aber er hielt durch, leistete sich eine schwache Verteidigung und hin und wieder ein freches Grinsen. «Sein Ziel war nicht, mich K.o. zu schlagen.

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