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    Youtuber reist zur Epstein-Insel – es endet böse

    Luca Micheli
    Luca Micheli

    USA,

    Youtuber Benjamin Owen behauptet: Er wurde auf Epsteins Insel gefesselt. Ihm wird vorgeworfen, mit seinen Videos Profit aus dem bekannten Ort zu schlagen.

    Bejamin Owen
    Der US-amerikanische Youtuber Benjamin Owen behauptet, auf der Epstein-Insel abgeführt worden zu sein. - Facebook

    Das Wichtigste in Kürze

    • Youtuber Benjamin Owen berichtet von einem Vorfall auf der Insel Little St. James.
    • Dort sei er gefesselt und anschliessend in einen Bunker abgeführt worden.
    • Der Vorwurf? Owen nutze die Bekanntheit der Epstein-Insel für seine Videos aus.

    Ging dieses Abenteuer zu weit? Benjamin Owen (44) aus Memphis (USA) reiste mit zwei Kollegen auf die berüchtigte Insel Little St. James in der Karibik. Die Privatinsel zählte ab 1998 zum Anwesen des mittlerweile verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein (†2019).

    Nur wenige Stunden später sei die Polizei eingetroffen und habe den Youtuber festgenommen. «Ich glaube nicht, dass ich diese Insel lebend verlassen sollte», so Owen gegenüber «CBS News», wo er über den angeblichen Vorfall spricht.

    Epstein
    Jeffrey Epstein mit einem seiner mutmasslichen Opfer. Der Sexualstraftäter führte auf der Karibikinsel einen Missbrauchsring, dem zahlreiche minderjährige Frauen zum Opfer fielen. - keystone

    Hintergrund ist eine Klage gegen den 44-Jährigen, die von der Holdinggesellschaft der Insel eingereicht wurde. Dem Mann wird vorgeworfen, als «Internet-Ruhmsüchtiger» und «Verschwörungstheoretiker» finanziell von der Bekanntheit der Epstein-Insel profitieren zu wollen.

    Youtuber behauptet, Epstein lebt noch

    Die Videodokumentation der Reise würde Owen, der mit zwei Kollegen unterwegs war, Ruhm und finanzielle Belohnung einbringen. Dazu würden sie «in ihren irren Verschwörungstheorien schwelgen und diese Theorien nutzen, um ihr kriminelles Verhalten zu rechtfertigen», heisst es.

    WREG News Channel 3 berichtet über den Vorfall von Youtuber Benjamin Owen.

    Damit gemeint ist Owens Behauptung, wonach der 2019 verstorbene Epstein noch am Leben sei. Zwar hätten sie keine Anzeichen dafür gefunden. Doch es sei Teil der Suche nach der Wahrheit, erklärte sein Kollege Ryan Dalton gegenüber dem «WREG News Channel 3».

    Laut eigener Aussagen beabsichtigen die Herren, mit ihrer Reise auf die Insel das Bewusstsein für die gemeinnützige Organisation «We Fight Monster» zu schärfen, die sich gegen Menschenhandel und Ausbeutung einsetzt.

    Gefesselt in Bunker verfrachtet

    Owen und seine Kollegen waren offenbar mit der Errichtung eines Tempels beschäftigt, als sie von Beamten auf der Insel entdeckt wurden. Während Dalton und ein anderer Kollege zurück aufs Boot rannten, blieb Owen wegen angeblicher Atembeschwerden an Land.

    Kurzum sei er dann von einer schreienden Gruppe an Polizisten mit Kabelbindern an Knöchel, Knie und Handgelenken gefesselt worden, berichtet Owen gegenüber «CBS News». Diese verfrachteten den Youtuber daraufhin in einen Bunker.

    Epstein
    Ein Blick auf Little St. James, die berühmte Epstein-Insel. - keystone

    Der 44-Jährige berichtet von schockierenden Szenen. Mehrere Männer sowie eine Frau hätten ihn in die Ecke gedrängt und seine Augen verbunden, während er über die hohen Temperaturen im Bunker klagte.

    Laut «ABC 24» wurde Owen kurze Zeit später zu einer örtlichen Polizeistation gebracht. Dort wurde er offenbar wegen Hausfriedensbruchs verhaftet, jedoch gegen eine Kaution von 500 Dollar wieder freigelassen.

    Beamtin verhaftet

    Bei der Anhörung hätten Polizisten den Verdacht geäussert, bei der Frau, die an der Festnahme Owens beteiligt war, handle es sich um Ann Rodriguez. Ihr Name wird in den vom Justizministerium freigegebenen Epstein-Akten mehrfach erwähnt. Bis heute soll sie die Insel Little St. James verwalten.

    Was glaubst du: Ist die Story des Youtubers auf der Epstein-Insel wahr?

    Auch für Rodriguez selbst hatte die Sache ein böses Nachspiel. Nur einen Tag nach der Begegnung mit Owen wurde sie im Zusammenhang mit einem anderen Vorfall vom 1. März festgenommen. Angeblich sei dabei ein weiterer Eindringling gefesselt und nackt ausgezogen worden.

    Rodriguez wurde wegen Freiheitsberaubung, Entführung, Körperverletzung dritten Grades sowie Sachbeschädigung verhaftet.

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    Kommentare

    User #5607 (nicht angemeldet)

    PRIVATINSEL sagt schon alles. Da hat man nichts drauf verloren.

    User #5037 (nicht angemeldet)

    Wem gehört den die Insel heute überhaupt?

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