Winterthurer Parlament weiterhin ohne starre Mehrheiten
Die Parlamentswahlen haben an den Mehrheitsverhältnissen in Winterthur wenig geändert: Will eine Ratsseite etwas durchbringen, ist sie nach wie vor auf die Parteien in der Mitte angewiesen – also auf GLP und EVP.

Weder links noch rechts können in den kommenden vier Jahren in Winterthur «durchmarschieren»: SP, Grüne und AL bringen es im Stadtparlament neu gemeinsam auf 26 Sitze, einen mehr als die vergangenen vier Jahre. Für eine Mehrheit reicht dies jedoch nicht.
Die Bürgerlichen mit SVP, FDP, Mitte und EDU bringen es auf 24 Stimmen – auch dies zu wenig, um die Mehrheit im 60-köpfigen Parlament zu erreichen. Wie schon in den vergangenen Jahren werden die Zentrumsparteien auch künftig «das Zünglein an der Waage» sein.
Schlecht lief es am Sonntag für die Grünen: Das Abflachen der Grünen Welle macht sich auch in Winterthur bemerkbar und sorgte dafür, dass die Partei 2 Sitze verlor und nur noch 6 hat.
Keinen guten Tag hatte auch die EVP. Sie verlor einen ihrer 4 Sitze und damit gleich auch ihre Fraktionsstärke. Nun wird sich die Partei einer anderen Fraktion anschliessen müssen.
Zu den Verlierern gehörten auch FDP und GLP, die beide je einen Sitz einbüssten. Die FDP hat neu noch 8, die GLP 7 Sitze. Besser lief es für die SP, die zwei Sitze dazugewinnen konnte und neu 17 Sitze innehat. Damit haben die Sozialdemokraten allerdings nur zwei ihrer drei Sitze wiedergewonnen, die sie vor vier Jahren verloren hatten.
Die SVP gewinnt einen Sitz dazu und hat neu 10. Einen Sitz legte zudem die Mitte zu. Sie ist neu mit 5 Parlamentariern vertreten. Ebenfalls einen Sitz gewann die Alternative Liste, die neu 3 Vertreter im Parlament hat. Die EDU bleibt mit 1 Sitz vertreten.










