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    SVP-Grossrat mag Thorberg-Häftlingen keinen Sex gönnen

    Simon Binz
    Simon Binz

    Unteres Emmental,

    Kein Sex-Zimmer im Thorberg: Das verlangt der Berner SVP-Grossrat Samuel Krähenbühl und reicht deswegen eine Motion ein.

    Im Thorberg wollen die Insassen am Montag eine Protestaktion für bessere Haftbedingungen durchführen.
    Im Thorberg wollen die Insassen am Montag eine Protestaktion für bessere Haftbedingungen durchführen. - Keystone

    «Liegt in der Verantwortung des Thorbergs»

    Für Ruedi Löffel, Grossrat der EVP Bern zählt währenddessen vor allem Eines: «Ich finde es wichtig, dass dadurch nicht die Prostitution gefördert wird», so Löffel zum Regionalsender. Man müsse ganz klare Bedingungen definieren. Dies, so der EVP-Grossrat, liege aber in der operativen Verantwortung des Thorbergs.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das geplante Beziehungszimmer in der Strafanstalt Thorberg löst bei einem SVP-Politiker Kopfschütteln aus.
    • Grossrat Samuel Krähenbühl reicht deswegen eine Motion ein.
    • Die EVP im Kanton Bern ist vor allem besorgt, dass das Beziehungszimmer die Prostitution fördern könnte.
    • Für Thorberg-Direktor Thomas Egger ist das Begegnungszimmer mehr als nur ein Sex-Zimmer.

    Nachdem 50 von 180 Häftlinge der Strafantsalt Thorberg seit mehreren Tagen für mehr Essen, mehr Lohn und ein sogenanntes Begegnungszimmer streikten, will die Leitung der Haftanstalt nun prüfen wie und unter welchen Bedingungen die letzte Forderung umgesetzt werden könnte (Nau berichtete).

    «Freiheitsentzug muss wehtun»

    Der Berner SVP-Grossrat Samuel Krähenbühl findet das absolut daneben und den Entscheid der Haftanstalt, die Umsetzung eines Beziehungszimmers zu prüfen, «skandalös». «Das ist ein Freiheitsentzug, dass bedeutet, dass man auch eingeschränkt ist. Das sind Personen, verurteilte Straftäter, schwere Jungs, die aus bestimmten Gründen dort sind und dann sollte das auch ein bisschen wehtun», so der SVP-Politiker gegenüber «Tele Bärn».

    Der Politiker reichte deshalb eine Motion ein, die im März nächsten Jahres vom Grossen Rat in Bern behandelt wird.

    Samuel Krähenbühl
    SVP-Grossrat Samuel Krähenbühl findet es «skandalös», dass die Direktion des Thorbergs ein Begegnungszimmer für ihre Häftlinge prüft. - Screenshot/Tele Bärn
    Für Ruedi Löffel, Grossrat der EVP Bern, ist wichtig, dass durch das Beziehungszimmer nicht die Prostitution gefördert wird.
    Für Ruedi Löffel, Grossrat der EVP Bern, ist wichtig, dass durch das Beziehungszimmer nicht die Prostitution gefördert wird. - Screenshot/Tele Bärn

    Begegnungsszimmer soll mehr als Sex-Zimmer sein

    Ob Prostituierten-Besuche Teil des Begegnungszimmers sein werden, ist zurzeit unklar. Eine Anfrage von «Tele Bärn» wollte der Gefängnisdirektor von Thorberg am Sonntag nicht beantworten.

    Klar ist jedoch, dass das Begegnungszimmer nicht nur für Sex gedacht ist. Das sagte Direktor Thomas Egger bereits vor einer Woche im Interview mit dem Regionalsender: «Das Begegnungszimmer nur auf die sexuellen Kontakte zu reduzieren, das geht nicht. Unter einem Beziehungszimmer verstehen wir, einen Raum, in dem eben auch Beziehungen gepflegt werden können. Mit der Familie und den Familienangehörigen.»

    Thorberg-Direktor Thomas Egger will das Begegnungszimmer für Familien schaffen.
    Thorberg-Direktor Thomas Egger will das Begegnungszimmer für Familien schaffen. - Keystone

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