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SBB starten Bahnausbau zwischen Wankdorf und Ostermundigen

Keystone-SDA Regional
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Bern,

Die Bauarbeiten für das Grossbauprojekt der SBB zwischen Wankdorf Süd und Ostermundigen beginnen in diesen Tagen. Das Projekt kostet rund 800 Millionen Franken, beseitigt einen zentralen Engpass im Berner Bahnknoten und dauert voraussichtlich bis mindestens 2038.

Am Bahnhof Wankdorf beginnen die Bauarbeiten, die insgesamt zwölf Jahre in Anspruch nehmen werden. (Archivbild)
Am Bahnhof Wankdorf beginnen die Bauarbeiten, die insgesamt zwölf Jahre in Anspruch nehmen werden. (Archivbild) - KEYSTONE/ANEX ANTHONY

Für die SBB sei es aktuell das grösste Projekt in der Region, sagte Benno Nussberger, Leiter Ausbau Knoten Bern, gemäss Unterlagen an einem Medienanlass am Mittwoch. «Den Reisenden bringt es mehr Komfort und mehr Verbindungen.»

Kernstück des Entflechtungsprojekts ist der rund 440 Meter lange Wankdorftunnel. Er unterquert die bestehenden Gleise der Bahnlinie Olten-Thun sowie die Autobahnbrücke der A6.

Der Tunnel ermöglicht künftig das kreuzungsfreie Vorbeifahren von Güter- und Personenzügen. Dadurch soll der gesamte Bahnbetrieb im Knoten Bern stabiler und kapazitätsstärker werden.

Zum Projekt gehören auch der Bau eines vierten Gleises zwischen den Bahnhöfen Wankdorf und Ostermundigen, die Errichtung zusätzlicher Lärmschutzwände sowie der Neubau der Brücke Bolligenstrasse. Zudem wird in Ostermundigen ein neues Stellwerk mit einem separaten Bahntechnikgebäude erstellt.

Der eigentliche Ausbau des Bahnhofs Ostermundigen ist bereits seit Anfang 2025 im Gang. Er schlägt mit rund 60 Millionen Franken zu Buche.

Der Baustart im Wankdorf sei ein Meilenstein, sagte Gesamtprojektleiter Martin Bieri. «Ab jetzt wird endlich sichtbar, was wir jahrelang geplant haben.»

Die Bauarbeiten am Knoten Wankdorf starten in einer ersten Phase mit Anpassungen der Gleislagen. Das Perron zu den Gleisen 2 und 3 wird in Richtung Bern verlängert und eine provisorische Passerelle für den südlichen Teil neu erstellt. Diese Massnahmen sind notwendig, um im Anschluss die Zufahrtsrampe des neuen Tunnels bauen zu können.

Ab Herbst 2026 folgt der Vortrieb für den künftigen Aarestollen, der die Gleisentwässerung sicherstellen soll. Ende dieses Jahres laufen die Hauptarbeiten für den eigentlichen Tunnel an. Dieser wird direkt unter den bestehenden, stark befahrenen Stammgleisen realisiert.

Die Logistik ist laut SBB wegen des engen Raums äusserst anspruchsvoll. Der Bauablauf sei jedoch so optimiert worden, dass «möglichst wenig» Auswirkungen für Fahrgäste und Anwohnende entstehen sollten.

Finanziert wird das Projekt zum grössten Teil über den Ausbauschritt STEP 2025 des Bundes. Nach Abschluss aller Arbeiten soll unter anderem zwischen Bern und Münsingen im Regionalverkehr ein Viertelstundentakt eingeführt werden. Zwischen Bern und Interlaken/Brig werden die Züge im Halbstundentakt verkehren.

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Kommentare

User #4790 (nicht angemeldet)

Jesses Gott! 800 Mio. Franken? Bahnfahrende, die Tickets werden bald teeeurer...!

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