SBB

Jetzt macht die SBB bei Falschsitzern ernst – und zieht Geld ein!

Redaktion
Redaktion

Zürich,

Nach einer tubelisicheren Durchsage für Touristen greift die SBB durch. Wer im falschen Abteil sitzt, muss zahlen.

sbb
Jahrelang konnten sich Falschsitzer durchschummeln. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Seit wenigen Wochen warnt die SBB Touristen mit einer Durchsage vor dem Falschsitzen.
  • Nur wer ein Billett für die erste Klasse hat, darf auch dort sitzen.
  • Trotz idiotensicherer Durchsage gibt es immer noch Falschsitzer. Sie müssen jetzt zahlen.

Wer nicht hören will, muss fühlen. Das erleben Falschsitzer jetzt bei der SBB.

Weil es immer wieder zahlreiche Passagiere gab, die mit einem Zweitklasse-Billett in der ersten Klasse sassen, griff die SBB vor wenigen Wochen zu einer idiotensicheren Durchsage. Sie erklärte den Falschsitzern sogar, was die erste Klasse ist.

Auf Hochdeutsch und Englisch ertönte es: «Liebe Passagiere, wir erinnern Sie daran, dass die Wagen eins, zwei und drei 1. Klasse-Wagen sind.»

Und dann glasklar: «Sie erkennen Sie am roten Kissen mit einer weissen Eins drauf. Wenn Sie absitzen, benötigen Sie ein Ticket der ersten Klasse.»

Doch: Nicht mal das wirkt bei jedem.

Fertig mit durchschummeln: Jetzt wird gezahlt!

Jetzt greift die SBB durch. Und zieht Geld ein. So geschehen am Mittwochmittag im Schnellzug von Bern nach Zürich. Die Kontrolleurin kommt, der Passagier beteuert auf Englisch, er habe nicht gewusst, dass er in der ersten Klasse sitzt.

sbb
Fertig lustig: Die SBB zieht jetzt Geld ein, wenn man falsch sitzt. - Nau.ch

Freundlich, aber bestimmt, kennt die Frau kein Pardon. Auf Englisch antwortet sie: «Wir haben es in Bern über Lautsprecher klar erklärt. Sie müssen bezahlen, ich will gar keine Diskussionen. Wir sind kurz vor Zürich. Das macht 38 Franken

Mit dem Aufpreis für den Klassenwechsel hat der Mann sogar noch Glück: Eine Busse bleibt ihm erspart. Ohne zu meckern bezahlt er.

In welcher Klasse fährst du Zug?

Touristen kannten Unterschied nicht

Bisher waren Falschsitzer ungestraft davongekommen. Wenn sie vom Kontrolleur hörten, dass sie nun einen Aufpreis bezahlen sollen, setzen sie sich dann in die zweite.

In vielen Fällen handelt es sich um Touristinnen und Touristen. Diese erklären, den Unterschied zwischen erster und zweiter Klasse nicht zu verstehen. Obwohl die Wagen gross mit Zahlen angeschrieben sind, zeigte sich die SBB oft kulant. Damit ist nun Schluss.

Mehr zum Thema:

Kommentare

User #902 (nicht angemeldet)

Sitzen, sitzen. Im Zug kann man auch stehen. Unfair finde ich, dass Leute ihren Rucksack auf den Sitzplätzen lassen, wenn keine Sitzplätze mehr frei sind. Oder das Chaos mit den E Bikes. Die gehören nicht zu den Passagieren rein. Güter Waggon zuhinterst.

User #3194 (nicht angemeldet)

Die Reservierung von Plätzen in internationalen Zügen ist auch ein Problem. Man bezahlt für die Sitzplatz Reservierung. Wenn die Anschluss Verbindung knapp (10 Minuten) ist, sind die reservierten Plätze am Fenster bereits besetzt. Den Kondukteur interessiert das nicht.

Weiterlesen

sbb
286 Interaktionen
Falschsitzer-Ärger
sbb
625 Interaktionen
Zug nach Bern
Zweite Klasse
239 Interaktionen
«Schöne Waggons»
Vorsorge Oberland
5 Interaktionen
Vorsorgen

MEHR SBB

Klassenwechsel
130 Interaktionen
Volle SBB-Züge
halt
118 Interaktionen
«Total nett»
6 Interaktionen
Siebnen-Wangen SZ
sbb
54 Interaktionen
«Endbahnhof»

MEHR AUS STADT ZüRICH

Angelica Moser
4,85 Meter
gc
10 Interaktionen
Frühe Thuner Rote
Zürich
Zürich
zürich
Zürich