Regierungsratswahl: Trede hält rot-grünen Erfolg für realistisch
Aline Trede (Grüne) schneidet in Umfragen gut ab. Im Interview mit dem BärnerBär wagt sie die Prognose.
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Das Wichtigste in Kürze
- In zwei Umfragen schneidet Aline Trede (Grüne) gut ab.
- Sie wäre gut bis sehr gut gewählt, eine rot-grüne Mehrheit liege drin.
- Das liege unter anderem auch an den Themen, die die Bevölkerung beschäftigten.
Sie sei «mega motiviert», sagt die Regierungsratskandidatin der Grünen, Aline Trede, zum BärnerBär. Jetzt gehe es los mit dem Wahlkampf – und zum Auftakt zeigen gleich zwei Umfragen: Trede wäre mit gutem Resultat gewählt.
Aline Trede wagt die Prognose
Auch wenn Umfragen immer mit Vorsicht zu geniessen sind und die wahre Umfrage am 29. März an der Urne stattfindet. Trede will sich trotzdem zum Fenster hinauslehnen: «Beide Umfragen zeigen, dass eine rot-grüne Mehrheit drinliegt.»
Die beiden Umfragen von Sotomo und GFS Bern liefern nicht die gleichen, aber doch ähnliche Resultate. Beide haben die beiden bisherigen Regierungsrätinnen vorne: Einmal (sehr deutlich) Evi Allemann von der SP, einmal liegt Mitte-Kandidatin Astrid Bärtschi knapp vor ihr.
Muss das bürgerliche Fünferticket unten durch?
Bei beiden liegt das Mittelfeld nahe beieinander und die Kandidaten Bichsel (SVP), Gullotti (SP) und Vögeli (GLP) wären nicht gewählt. Komfortabel schaffen würde die Wahl dagegen Neuling Trede, bei GFS Bern sogar gleichauf mit Bärtschi.
Jetzt gelte es, Vollgas zu geben und auf keinen Fall die Füsse hochlagern, sagt Trede im Interview: «Ich habe persönlich auch schon Wahlen erlebt, die nicht gut rauskamen.» Trede wurde auch schon aus dem Nationalrat abgewählt.

Dass die Frauen vorne liegen, will Trede nur bedingt einem Frauenbonus zuschreiben. «Es zeigt einfach, dass sehr gute Arbeit geleistet worden ist von Evi Allemann und Astrid Bärtschi. Es zeigt aber auch, dass gewisse Arbeiten, die ich seit Jahren im Bundeshaus mache, von den Leuten auch gesehen wird.»
Sie interpretiere die Umfragen aber auch dahingehend, dass man in der Regierung Sicherheit und Stabilität wolle. «Von daher geht wohl auch das bürgerliche Fünferticket nicht so auf, das für mich auch inhaltlich sehr weit auseinanderklafft.»
Themen könnten entscheidend sein
Interessant sei in den Umfragen, was die Leute als die Themen nennen, die sie beschäftigten. «Auf dem ersten Platz sind die Lebenshaltungskosten: Klar, das ist nahe bei den Leuten. Das zweite ist dann aber schon das Klima.»

Aline Trede sieht auch darin einen Grund für ihr gutes Abschneiden. Jetzt aber gelte es, den Wahlkampf durchzuziehen.
Die links-grüne Vierergruppe wolle «analog» bei den Leuten sein, denn viele hätten Social Media satt, wo man nicht fassbar sei. An vier Samstagen mache man nun «Tour de Berne»: «Wir waren im Berner Jura und letzten Samstag in Biel, als Nächstes geht es ins Oberland.»










