Andrea de Meuron rutscht für Aline Trede in den Nationalrat nach
Nach der Wahl der grünen Politikerin Aline Trede in die Berner Kantonsregierung am vergangenen Sonntag, wird ihr Sitz im Nationalrat frei. Nachrutschen wird die Thuner Gemeinderätin und Grossrätin Andrea de Meuron, wie ihre Partei am Mittwoch mitteilte.

Auf dem ersten Ersatzplatz der grünen Liste lag eigentlich alt Nationalrätin und alt Grossrätin Natalie Imboden, doch sie lehnte ab. Sie wolle ihren Fokus weiterhin auf ihrer Kampagnenarbeit bei der Gewerkschaft Unia legen, teilte sie am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit.
Damit fiel das Recht auf ein Nachrutschen der zweitplatzierten Ersatzfrau zu, Andrea de Meuron.
«Nach zwölf Jahren im Grossen Rat freue ich mich auf die neue Aufgabe in Bundesbern. Dieser Schritt ist nicht nur für mich, sondern auch für Thun eine Chance. Als Gemeinderätin und Co-Präsidentin der Hauptstadtregion Schweiz will ich die Brücke zwischen Kommunal- und Bundespolitik stärken und die Anliegen unserer Region direkt ins nationale Parlament tragen», liess sich de Meuron in der Mitteilung zitieren.

Die 53-Jährige startete ihre politische Karriere 2007 im Thuner Stadtparlament. 2014 wurde die Grüne ins Berner Kantonsparlament gewählt und 2018 schaffte sie den Sprung in die Thuner Exekutive, den Gemeinderat. Dort steht sie dem Ressort Finanzen, Ressourcen, Umwelt vor.
De Meuron hegt auch Ambitionen aufs Thuner Stadtpräsidium, das im Juni in einer Ersatzwahl neu besetzt werden muss. Bereits 2022 war de Meuron zu einer Stadtpräsidiumswahl angetreten, zog damals aber gegen Amtsinhaber Raphael Lanz (SVP) den Kürzeren.












