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    Das sagt GLP-Politiker zum Wirbel um den roten Bären-Penis

    Redaktion
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    Bern,

    Der rote Penis des Berner Bärs soll weg: Das forderte kürzlich GLP-Grossrat Thomas Brönnimann – und erhitzte damit die Gemüter. Nun erklärt er sich.

    Berner Wappen
    GLP-Grossrat Thomas Brönnimann hatte angeregt, den Bären auf dem Berner Wappen künftig ohne Glied darzustellen, damit sich die gesamte Bevölkerung besser vertreten fühle. - Kantonspolizei Bern

    Anfang März sorgte GLP-Grossrat Thomas Brönnimann mit einer kleinen Anfrage zum Berner Wappen für mächtig Wirbel.

    Brönnimann hatte angeregt, den Bären auf dem Berner Wappen künftig ohne Glied darzustellen, damit sich die gesamte Bevölkerung besser vertreten fühle. Als Symbol für Fortschritt könnte sich der Bär zudem künftig von unten links nach oben rechts bewegen. Heute laufe er ja rückwärts.

    Der Berner Regierungsrat wollte von beiden Vorschlägen nichts wissen und schmetterte diese ab.

    Berner Wappen Kanton Bern
    Ist dir das bewusst? Der Bär auf dem Berner Wappen hat einen roten Penis. - keystone

    In einem GLP-Newsletter äussert sich Brönnimann nun zur Anfrage: «Es ging mir darum aufzuzeigen, wie man auf humorvolle, realsatirische Art durchaus ernsthafte Themen aufgreifen kann.»

    Aber: «Ich gebe gerne zu, dass ich auch mit den Medienmechanismen spielen wollte. Die Medien lieben Stories, die Klicks generieren.»

    Nicht alle konnten darüber lachen. «Ich bekam zum Teil auch ziemlich hässliche Mails», so der GLP-Politiker.

    Sollte beim Bär auf dem Berner Wappen der rote Penis entfernt werden?

    Viele der Kritikerinnen und Kritiker warfen Brönnimann vor, sich über den Parlamentsbetrieb lustig zu machen oder gar Steuergelder zu verschleudern. Davon will dieser jedoch nichts wissen.

    «Es war kein Vorstoss, keine Motion, kein Postulat, sondern eine schlichte Anfrage an die Regierung. Die kann man sich vorstellen wie eine E-Mail an den Regierungsrat mit drei kurzen Fragen», stellt er klar. «In meinem Fall wurde sie vom Staatsschreiber kurz, nüchtern und mit einem heraldischen Augenzwinkern beantwortet.»

    Die Anfrage sei also nicht im Rat diskutiert worden und habe somit einen sehr geringen Verwaltungsaufwand verursacht. Den Parlamentsbetrieb nehme Brönnimann «sehr ernst».

    Thomas Brönnimann
    Der Berner GLP-Grossrat Thomas Brönnimann. - zVg

    Weiter sagt er: «Es ist leider ein Trauerspiel, wenn die mediale Aufmerksamkeit für das, was im Rathaus passiert, oft indirekt proportional zur Relevanz ist.»

    Als Beispiel dafür nennt er das Sozialhilfegesetz. Dieses wurde kürzlich nach einem jahrelangen Prozess verabschiedet. Darüber sei medial jedoch kaum berichtet worden.

    «Es wurde mir mulmig»

    Angesprochen darauf, ob er noch einmal eine solche Anfrage machen würde, meint Brönnimann: «Gute Frage. Als ich mich plötzlich in einem mittleren Social-Media-Shitstorm befand, wurde es mir mulmig.»

    Schlussendlich habe er aber auch sehr viele gute Reaktionen bekommen. «Die Shitstormer waren kaum GLP-Wählerinnen und -Wähler. Das waren eher Wutbürgerinnen und Wutbürger vom rechten politischen Spektrum», so Brönnimann.

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    Kommentare

    User #5230 (nicht angemeldet)

    Politiker mit solchen Forderungen, haben ihren Job nicht verstanden und sollte radiert werden. So nicht

    User #5427 (nicht angemeldet)

    Hat der keine anderen Probleme?

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