Bündner Bauern sorgen sich wegen US-Zollabkommen
Der Präsident des Bündner Bauernverbandes hat sich kritisch über das auszuhandelnde Zollabkommen mit den USA geäussert. «Wir machen uns grosse Sorgen», sagte Thomas Roffler im Gespräch mit Keystone-SDA. In den USA herrsche ein «ganz anderer Fleischmarkt» als in der Schweiz.

Derzeit sei die Nachfrage nach Rindfleisch in der Schweiz sehr gut, sagte der Präsident des Bündner Bauernverbandes, Thomas Roffler (SVP), am Dienstag im Gespräch mit Keystone-SDA.
Wo die Nachfrage hoch ist, ist es auch der Preis. Das Zollabkommen, das derzeit mit den USA ausgehandelt wird, könnte dies ändern und bereitet den Bauern in der Region grosse Sorgen.
Sorgen, die der Direktor der Handelskammer Schweiz-USA, Rahul Sahgal nur bedingt nachvollziehen kann. Wie er vergangene Woche im Interview mit Keystone-SDA am WEF in Davos erklärte, soll es im Handelsvertrag vorwiegend um nicht sensitive Agrarprodukte gehen – also solche, die in der Schweiz nicht hergestellt oder geerntet werden.
Die anderen Bereiche seien klein – beispielsweise beim Pouletfleisch. Im aktuellen Joint Statement sei ein Export aus den USA mit 1500 Tonnen vorgesehen. Brasilien beispielsweise exportiert 51'000 Tonnen Pouletfleisch in die Schweiz.
Brasilien als Teil der Mercosur-Staaten hat im Bereich der Agrargüter bereits ein Abkommen mit der Schweiz. Dieses würde der heimische Markt vertragen, so Roffler weiter. Jetzt komme es darauf an, wie das Abkommen mit den USA ausgehandelt wird, so Sahgal. Bis am 31. März sollte die Vereinbarung in einem rechtlich bindenden Abkommen festgehalten werden.









